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Die Güter Lenkonischken und Nesselbeck und der Sandverkauf

 

Wie immer ist HAGEN die zu ergänzende Grundlage der Forschung:

 

HAGEN S. 21: „Die Mutter befand sich damals nicht in Littauen, sondern im Samlande auf ihrem Gute Nesselbeck. Obgleich dasselbe nur eine Meile von Königsberg entfernt ist, so besaß die gnädige Frau noch eine Wohnung in der Stadt und führte hier, wie A. Lewald berichtet, dasselbe merkwürdige Leben, das bis zum heutigen Tage noch in Lenkonischken und Nesselbeck unvergessen ist. […] Wenn Besuch ausblieb, so unterhielt sie sich herablassen mit den Dienstleuten, erklärte ihnen die Bedeutung der hölzernen Figuren im Garten, einer Flora und Pomona, und belehrte sie über die Sternenwelt. [S. 22:] Die Landwirthschaft betrieb sie in eigenthümlicher Weise. Sie gab weniger darauf, die Aecker zu bestellen als Schachten graben zu lassen, die ergiebig waren, wenn auch kein Metall zu Tage gefördert wurde. Der hier gewonnene schneeweiße Sand wurde begehrt und die Besitzerin hielt es für zweckmäßig, wo sich Adern desselben zeigten, sie mit bergmännischer Betriebsamkeit zu verfolgen, gleichviel ob in Folge der Unterwühlung Felder verloren gingen, oder Gebäude zusammenstürzten. Sie zog aus der Liebhaberei der Stadtbewohner, so lange der Vorrath reichte, in bequemer Art beträchtlichen Vortheil und die Fuhren, die täglich nach Königsberg gingen, verschafften ihr jährlich eine Einnahme von tausend und mehr Thalern. Freilich sank das Gut – eine Zeitlang, im Unglücksjahr 1806, befand sich auf demselben nur eine Kuh – durch die eifrig betriebenen Minenarbeiten immer mehr im Werth herab.“

 

KNAAKE ergänzt: „Leider ist das Leben der Kriegsrätin als ein wunderliches hingestellt worden. […] Als der Gipfel der Tollheit erscheint aber manchen Schriftstellern die Bemühung der Frau v. Schenkendorf, aus dem Verkauf von Sand eine Einnahme zu erzielen. Heinrich sagt in seinem Leben des Max v. Schenkendorf (S. 12): ‚Sie gewann wohl 3000 Mark jährlich durch den Sandhandel, verdarb aber ihr Gut (‚Nesselrode‘ [Me: so falsch in der Literatur bezeichnet bei Heinrich, Karl Sprang u. a.]) durch die immer weiter ausgedehnten Sandgruben gründlich.‘ Nun wissen wir aber aus dem Moratoriengesuch der Kriegsrätin, daß sie täglich für Milch- und Sandverkauf 3-4 Mark erzielt habe. Daraus folgt, daß sie jährlich noch nicht 300 Mark aus dem Sandverkauf einnahm.“

 

Zwei Themen seien hier vorgestellt:

 

Die Eheleute Schenckendorff kauften 1790-11-30 Lenkonischken

Lukjanowo (russisch Лукьяново, deutsch Lenkonischken, 1938 bis 1945 Großschenkendorf, litauisch Lenkoniškiai) – [Ludwig Christoph Franz] Kühnast (1813-1872): Statistische Mittheilungen über Littauen und Masuren. Bd. 3 = Nachrichten über Grundbesitz, Viehstand, Bevölkerung und öffentliche Abgaben der Ortschaften in Littauen nach amtlichen Quellen mitgetheilt von Kühnast, Teil 2, Gumbinnen: Selbstverlag 1863; S. 286, Nr. 32. – Kopp, Jenny (1855-1940: Beiträge zu Chronik des ostpreußischen Grundbesitzes. I. Teil: Regierungsbezirk Gumbinnen und Kreis Memel. Königsberg i. Pr.: Hartung 1913; Nr. 78, S. 149-151.

(bei Tilsit) für 7333 Thlr. 30 Gr. von Oberst-Wachtmeister Forselius (= Major);

Die Eheleute von Forselius und Louisa Dorothea Roehan werden genannt 1790 in GehStA Berlin, Findbuch 328 zu Rep. 31: OLG Königsberg Teil 1, S. 47. – GehStA Berlin III HA MdA, III Nr. 10356. – Wohl ein Sohn, Leutnant Forselius auf Schelleninken, subskribierte die „Vesta“.

es bestand aus Lenkonischken-Köllmisch, Lenkonischken-Erbfrei, Szameitkehmen und Pamletten. Damit hatte der Salzfaktor genug Arbeit. Am 1798-10-25 schreibt er an seinen Bruder:

Das Gutshaus in Nesselbeck, zum Kirchspiel Quednau gehörend wurde später zum Dorf und Ort: Orlowka (russisch Орловка, deutsch Nesselbeck) in der russischen Oblast Kaliningrad. – Brand am 1812-02-22.

köllmische Güter: Besitzer „der kleinen ländlichen Grundstücke, die man hier Köllmer nennt“ (Jahrbücher der preußischen Monarchie Jg. 1798, Bd. 2, Berlin: Johann Friedrich Unger 1798, S. 360). – Nach kulmischem Recht eingestufte (und damit freie) Siedler¸ waren keine gutsherrlichen Untertanen, durften aber selbst auch keine Leibeigene haben; das war ein Vorrecht des Adels. Sie bezeichneten sich selbst nicht als Bauern und wurden auch weder von den Bauern noch von den Adeligen als Bauern angesehen. Sie bildeten eine Art (soziale) Mittelstufe zwischen dem Bauernstand und dem Stand der adeligen Großgrundbesitzer. – Das köllmische Recht war besser als das magdeburgische und gestattete die männliche und weibliche Erbfolge. – Vgl. Berichte und Verordnungen [,] welche sich auf die Cöllmischen Güther beziehen. – In: Ernst Ferdinand Klein (Hrsg.): Annalen der Gesetzgebung und Rechtsgelehrsamkeit in den Preussischen Staaten, Berlin und Stettin, Bd. 22, 1803, S. 46-73.

„Mit meinem Nesselbeck bin ich in den 1 ½ Jahren sehr vorwärts gekommen; ich darf Dir nur sagen, daß zu 500 Scheffel Aussaat bereits gerodet, umgebrochen und 200 Scheffel davon auch schon im Herbst mit Korn besäet worden, welches vortrefflich gleich dem Brachkorn stand. – Das hat ein verhenkertes Stück Arbeit gekostet, besonders das Eggen. Es wurden so mancherlei neue Instrumente dazu erdacht und wieder verworfen. Desgleichen sind die alten Wiesen verbessert und durch Anlegung von Dünen und Schleusen unter Wasser gesetzt und neue dazu angelegt. Mein Bergwerk, was im Verkauf eine gewissen Art Sand besteht, welcher gegraben wird und den Königsbergern unentbehrlich geworden, war an 8 Sandfuhrleute verpachtet, die 40 Pferde hielten.“

Zum einen ist es sicherlich richtig, dass die Förderung den Boden zerstörte, zum anderen war dies ein gewohnter Erwerbszweig,

Siehe z. B. Friedrich Samuel Bock (1716-1785): „Versuch einer wirthschaftlichen Naturgeschichte von dem Königreich Ost= und Westpreussen. – Erster Band, welcher allgemeine geographische, anthropologische, meteorologische und historische Abhandlungen enthält“. Dessau: Verlagskasse und Buchhandlung der Gelehrten 1782; S. 425 ff. zum Boden um Königsberg; Sand wird gegraben.

der noch 1830 in Blüte stand.

[Johann Christian] Wutzke (1767-1842): Bemerkungen über die Ostseeküste von Pillau bis zur kurischen Nehrung und über die Gewinnung des Bernsteins in Preußen. (Fortsetzung.) Vierter Abschnitt. Ueber die Anschwemmungen und Höhenzüge des Bodens der Ostseeküste im Samland. – In: Preussische Provinzial=Blätter. Bd. 43, Königsberg: Hartung 1830, S. 59-66; S. 60 f.: „Der weiße Seesand wird theils noch geschwemmt oder gewaschen und zum Verkauf von dem Gut Nesselbeck, wo solcher gleich unter der Erdrinde und bei Lawsken &. unter der Torfrinde gegraben wird, nach Königsberg gebracht.“

Max von Schenkendorfs Vater scheint mehr geleistet zu haben, als man vielleicht wahr haben will. – In den Jahren 1806 und 1807 wurden die Güter geplündert, 1831 kaufte es Kaufmann Johann Wächter

Johann Wächter (1786-1853/5); Groß-Schenkendorf genannt, die von ihm errichtete Rübenzuckerfabrik stellte bald ihren Betrieb wieder ein.

und im Jahr 1858, am Weihnachtsabend, brannte das Gutshaus ab; die Gärtnerfamilie Budenings ließ es brennen. Auf den Mauerresten wurde ein Jungviehstall errichtet, der noch 1930 vorhanden war.

Bei der Gestaltung des Gartens hatte die Hausherrin Statuen der Pomona und Flora zum Schmuck aufstellen lassen. Nicht ohne Sinn, denn man war auf diesen Schutz angewiesen; war erstere doch die Göttin der Baumfrüchte, die zweite die Göttin der Blüte, im Besonderen der Getreideblüte.

Das Gerücht über eine aus Torf hergestellte Speise für das Personal dürfte frei erfunden sein. Die Redaktion der Karlsruher Zeitschrift „Die Pyramide“ läßt es sich nicht nehmen, die ostelbischen Bauern weiter zu verunglimpfen: Sie erinnerte an den „Simplicissimus“, der von einem ostelbischer Agrarier zu berichten wußte, das auf Gut von dessen Vater eine hervorragende Rübe wächst, ungenießbar zwar, aber doch eine gute Speise fürs Gesinde sei.

 

Es blieb bei dem Beschluss der Kommission, und der durchgefallene Prüfling, dessen Bewerbung vom 1808-07-09 um eine Stelle als Deputierter der Stadt Memel gescheitert war, dachte nun nicht daran, das Examen zu wiederholen, sondern auf dem Gut der Mutter Sand zu verkaufen. So schreibt noch Henriette Hendel-Schütz in Tilsit am 1811-12-26 an Johanna Motherby: „Ich sagte ihm [Georg Motherby] darauf, was ich gehört hätte, daß Schenckendorf nämlich seinen Nesselbecker Sand künftig selbst bewirthschaften, und sich dazu aus der Ferne die Wirthschafterin holen würde“.

 

HAGEN nennt noch ein zweites Thema:

 

Zum 1808-03-10 verfasste Max von Schenkendorf „Lenzes Beginnen“ und publiziert es in der Sammlung „Der / Königin. / Am / 10ten März 1808“. In einem „(Gemach in Albrechts Burg, vom vollen Mond erleuchtet. Pregolla sitzt an einer Wiege, ein schlummerndes Kind in ihrem Schooße *).)“ lautet eine Vorbemerkung, und die wohl von Max von Schenkendorf gegebene Anmerkung lautet: „*) Pregolla gab durch ihren Tod den Strom des Berges, Prigora, seinen heutigen / Namen. Bangputtis, der Gott der Winde. Sweixtix, der Mond. Pergu- / brus, der Frühlingsgott der Wiederbringer nach der Etymologie. Melle- / tele, die Wald- oder Farbengöttinn. Kurcho der Gott des Ackerbaues, der / Erbauer.“

Elsa von Klein bezieht sich auf dieses Gedicht unter Hinweis auf Werke von Johann Gottfried Hasse

Johann Gottfried Hasse (geb. Weimar 1759, gest. Königsberg 12.04. 1806) evangelischer Theologe und Orientalist; über seine Anträge und seine Paradies-Vorstellung siehe Allg. Litterar. Anzeiger 1798, Sp. 984 f.

1796  erscheint von ihm in Riga bei Hartknoch „Der aufgefundene Eridanus“ und später die zweibändigen „Entdeckungen im Felde der ältesten Erd- und Menschengeschichte“.

Der aufgefundene Eridanus oder neue Aufschlüsse über den Ursprung, die Zeit der Entstehung, das Vaterland und die Geschichte des Bernsteins nach griechischen und römischen Schriftstellern. Riga: Johann Friedrich Hartknoch 1796; zum Sand passim.

Entdeckungen im Felde der ältesten Erd- und Menschengeschichte, aus näherer Beleuchtung ihrer Quellen. Nebst Materialien zu einer neuen Erklärung des ersten Buchs Mose, (für jetzt der ersten drey Kapitel). Halle u. Leipzig: Johann Gottfried Ruff 1801

Entdeckungen im Felde der ältesten Erd- und Menschengeschichte, aus näherer Beleuchtung ihrer Quellen. Nebst Materialien zu einer neuen Erklärung des ersten Buchs Mose, zweyter und letzter Theil oder Vorgeschichte. 2. Teil. Halle u. Leipzig: Johann Gottfried Ruff 1805, S. 184 ff.: „Neunte Entdeckung.“

und fasst zusammen: „‘Das aus der Erde gegrabene Gold‘ ([Entdeckungen … S.] 49 und 191) hatte für Schenkendorf und seine Mutter eine besondere Bedeutung.“ Sie zeigt sich auch im „Bernsteinfischerlied“.

 

In den „Studien“ publizierte Max von Schenkendorf den Aufsatz „Der Menschheit veränderter Standpunkt“ und ebenso die „Nachschrift“; und für sein zweites Examen hatte „über die Verbindung des Lebens für Wissenschaft und Kunst mit dem Geschäftsleben“ nachzudenken. Alle drei Aufsätze scheinen ihm „dieselbe Materie in etwas berührt“ zu haben, und so ist er „dreust [= dreist] genug auch dieses zur geneigten Ansicht beyzufügen.“

 

Alle diese Texte sind bisher noch nicht gründlich untersucht worden.

 

Zu klären sind noch viele Verbindungen und Unklarheiten müssen ausgeräumt werden!

Sophia Maria Roerdansz/Roerdantz, geb. Memel 1.08.1749,

  • Eltern: Heinrich Roehrdanz geb. Memel 26.10.1724, gest. ebd. 2.04.1774; ehel. ebd. 14.09.1747 Johanna Sophia Pauli, geb. Memel 19.11.1719, gest. ebd. 19.09.1785.
  • Holzhändler David Barkley d. Ä. (wahrscheinlich war er 1799 Mitglied Nr. 22 der Loge zu den 3 Kronen (nach dem Verzeichnis der Mitglieder)), er ehel. Henriette Elisabeth Vorhoff; Kinder:

o            Heinrich Barkley, 1809 adeliger Gutsbesitzer; ehel. Henriette Catharina Richard (GehStA Berlin, Findbuch 328 zu Rep. 31: OLG Königsberg, Teil 1, S. 6); evtl. der Besitzer des Gutes Medenau, wovon Delbrück in seinen Tagebüchern berichtet (als Borkley). - Laut Bürgerbuch Königsberg S. 216 seit 1783-0-04 Bürger Königsbergs gegen 25 Rthlr, lediger Granhändler, wohnt Kneiphof; imm. 1805-10-16 (HARTUNG: Albertina S. 160, Nr. 35: Besitzer von Sickenhöfen.

o            Elisabeth Henriette, geb. Königsberg 12.02.1754, gest. 19.09.1788; ehel. George Hay (1743-1812); Kinder im Stammbaum Barkley verzeichnet. HÄRTL: Wechsel 2019, S. 1686: Wilhelmine (Mienchen) Barkley ist Tochter von David und Henriette Barkley; sie ehel. Herbst 1809 den Kaufmann George Hay. – Dorow an Arnim 1809-12-22: die „stille und häusliche Schwester“ von Lotte Barkley.

o            David d. J.

Wem von diesen widmete

Friedrich August Nitsch,

(geb.  Gumbinnen, gest. Rostock; imm. Königsberg 1785-10-01. – Altpreussische Biographie, Bd. 3, S. 1031. – Nicht Paul Friedrich Achatus Nitsch!)

dieses Buch?

“A General and Introductory View of Professor Kant's Principles Concerning Man, the World and the Deity, Submitted to the Consideration of the Learned by F. A. Nitsch, Late Lecturer of the Latin Language and Mathematics in the Royal Fridericianum College at Königsberg, and Pupil of Professor Kant. -London: Printed, and sold by J. Downes, No. 240, Strand, Near Temple Bar. -1796. (Entered at Stationers Hall.)”

Widmung:

“To his most esteemed and most valualle Friends, David Barkley and George Hay Esqrs. of Königsberg, This Treatise is most respectfully dedicated by the Author.”

o            Heinrich; HÄRTL: Wechsel 2019, S. 1686: Heinrich Barkley „Vmtl. Sohn von David Barklay [sic] und von dessen zweitehelicher Frau Sophia Maria geb. Rördanß“.

o            Margarete; ehel. Cabrit

o            Margarete Theresia; ehel. Joachim Friedrich Böhnke

o            Charlotte; ehel. Berend Lorck (1784-1862) HÄRTL: Wechsel 2019, S. 1686: Charlotte Barkley, „Tochter von David Barkley (1774-1809)“ „und von dessen erstehelicher Frau Henriette, geb. Dittrich“; ehel. 1811 Berend Lorck“; HÄRTL: Wechsel 2019, S. 1686: Lotte Barkley ist Schwester von Wilhelmine (Mienchen) Barkley und Tochter von David und Henriette Barkley.

ehel. Königsberg 1.08.1765 Johann Christian Dittrich (get. Memel 1745, gest. 1789); Mühlenmeister (Obermühlenbauinspektor). – Vgl.: Briefe an Johann Heinrich Campe,  S. 708, Nr. 84bR: von Johann Christian Dittrich, Königsberg 1777-04-21. –

AUSLÄNDER: Ehren Nr. 1842, S. 79-82:

Großvater Baumeister Dittrich, legte erste Mühlen an; auch das Mühlenwerk der Pinnau in Wehlau

Vater Dittrich

Christian Friedrich Dittrich, geb. , gest. 1844; Bürger 1792-06-25; Mühlenanlagen vor dem Friedländer Tor;  Neubau der Börse 1800; Verluste durch Beschlagnahme seiner Schiffe in englischen Häfen nach der Okkupation Hannovers durch Preußen; Einbuße des Vermögens 1807 und 1811 beim Brand; hierbei auch das seiner Gattin, geb. Scherres (; n. A. ehel. er Adelgunde Friderica Schlunck). – 1811 Neuanfang als Schiffsabrechner (Brief v. 1811-03-15) 1811-05-07 bis 1844, seine Tode, amtete er als solcher; Roter Adlerorden 4. Klasse (KO 1841-12-27; Amtsblatt Königsberg Nr. 5 v. Mi 1842-02-02, S. 21). – Johann Christian Wutzke in seinen Erinnerungen 1812/1845, passim. – FABER: Haupt S. 172: 1807 9 Holländische Windmühlen und 45 Wohnhäuser; gegründet 1739 von Johann Caspar Dittrich; Brand 1807-06-14; wiederhergestellt 4 Mühlen und 18 Wohnhäuser.

Sohn: Johann Caspar, Negotiant, Bauinspektor; Schiffswerft und Reederei; 1752-04-20 Reskript: 2 Holzschneide-, 1 Ölmühle darf er ergänzen um 3 Schneidemühlen und 1 Segeltuchfabrik darf er errichten sowie die dazu notwenigen Maschinen;

Sohn Robert Dittrich; unterstützte den Vater ab 1819.

Johann Christian Dittrich = ???

Tochter:

Henrietta/Henriette Elisabeth Dittrich/Diettrich, geb. 26.01.1774; ehel. David Barklay d. J., durch Suizid schied David aus dem Leben (GAUSE: Kant S. 55: „die Müdigkeit alter Geschlechter“; GAUSE: Frauen Sp. 4: „Es war nicht in der Ehe begründet, sondern vermutlich ein Erbteil der Familie, daß er 1809 Selbstmord beging.“. – HÄRTL: Wechsel 2019, S. 1686: David Barkley, „der nach unheilbarer Krankheit durch Freitod stirbt“.); GAUSE: Kant S. 55: ihre Köchin von 1790 bis 1794 trat 1794 in die Dienste Immanuel Kants. – Ehel. Max von Schenkendorf . – HÄRTL: Wechsel 2019, S. 1686: Henriette Elisabeth Barkley geb. Dittrich; gestorben „1840 Koblenz(?)“ = richtig: Tod am 1840-09-28-11:00: Sterbeurkunde der Gattin Schenkendorfs, Standesamt/Personenstandsregister Koblenz, Nr. 487/1840, S. 126 unten.

1829-02-18: Eingabe aus Mannheim: „meiner Mutter der verwittweten Ober Forst Meisterin von Schenk”; HAGEN S. 113 nennt diese Eheschließung ohne weitere Angaben. – Vgl. 1812-10-10 und 1813-02-22.

deren Geschwister.

  • Johann Heinrich, geb. Königsberg 5.08.1767
  • Friedrich Christian, geb. Königsberg 12.03.1769; gehörte um 1800 „zu den reichsten Männern der Stadt“ (GAUSE: Kant S. 55)
  • Sophia Charlotte, geb. Königsberg 6.10.1771
  • Johanna Dorothea, geb. Königsberg 27.08.1775
  • Johan Carl, geb. Königsberg 25.08.1777

 

 

o            Roerdansz: Kartei Personen R, Bild 1003-1017.

o            Henriette Emilie (Elisabeth) Rördanß, lebte später in Münster und trug zur Biographie HAGENs bei (HAGEN S. 251).

o            Rosa Rördanß, mit Barcklay bekannt (HAGEN S. 44; CZYGAN: Tragheim Sp. 2).

o            Friederike Wilhelmine Rördanz gibt in der KHZ Nr. 8 v. 1807-01-26, S. 95, ihre Verehelichung mit Christian Klein, Memel, am 22.01.1807 bekannt.

o            Maria Sophia Roerdansz, geb. Memel 20.10.1782, gest. 3.02.1846

o            Anna Dorothea Roerdantz (1818) ehel. Ernst Joachim Beerbaum, Kauf- und Handelsmann in Memel; GehStA Berlin, Findbuch 328 zu Rep. 31: OLG Königsberg Teil 1, S. 8

o            Johann Roerdantz, Kammer-Assessor in Königsberg, dann 1818 Kriegs- und Domänenrat, ehel 18.12.1810 Florentine Hoppe; GehStA Berlin, Findbuch 328 zu Rep. 31: OLG Königsberg Teil 1, S. 151.

o            NN Roerdanz, 1807 Kriegs- und Domänenrat; siehe 1807-08-26 (S. 108) = ?.

o            Catharina Elisabeth Rördanz, verwitwete Konsulin Lorck; gibt bekannt, dass sie sich seit 1807-01-01 aus der Firma Lorenz Lork & Comp. zurückzieht und das Haus der Firma ihrem Schwiegersohn und Firmenassocié Ludwig Consentius übergeben hat (KHZ Nr. 3, v. 1808-01-11, Beilage 1, S. 1 der Ausgabe). 

Catharina Elisabeth ist geb. Memel 12.04.1752, gest. Königsberg 31.08.1831, begr. Königsberg-Altroßgarten; Vater. Heinrich III Roehrdansz, geb. Memel 26.10.1724, gest. ebd. 2.04.1774), Mutter: Johanna Sophia Pauli (Pauly, geb. Memel 19.11.1719, gest. ebd. 19.09.1785; ihre Mutter geg, Sophia Boltz 1688-1772); ehel. Memel 15.06.1774 Lorentz Hansen Lorck (geb. Flensburg 7.08.1743, n. A. 1744, gest. Memel 22.02.1805); 6 Söhne, 3 Töchter: Heinrich Nicolaus (1775-1776), Lorenz (1776-1778), Johann Heinrich (1778-1828), Johanne Catharina (1779-1854), Lorentz (1781-1820), Theresia Wilhelmina (1782-1852), Behrend (1784-1862), Hans Christian (1786-1851), Maria (1788-1814). -  

Wohl falsch bei HÄRTL: Wechsel 2019, S. 1686: Charlotte Barkley, „Tochter von David Barkley (1774-1809)“ „und von dessen erstehelicher Frau Henriette, geb. Dittrich“; ehel. 1811 Berend Lorck“; Lorck geb. 1784, gest. 1862.

o            Friedrich Ludwig Consentius geb. 1.09.1755, gest. Memel 11.06.1818, ehel. Johanna Catharina Lorck (geb. Memel 14.09.1779, gest. Königsberg 7.09.1854). – Nach STEINEMANN: Krim S. 117 besuchte Helena Maurer eine Frau Consentius in Memel. – In den Briefen C. Schrötters – heute in Leningrad – wird sie passim erwähnt.

 

Ein Hymnus des Mittelalters/ Gebet bei der Gefangenschaft des Papstes  

 

Max von Schenkendorfs Gedicht Ein Hymnus des Mittelalters/ Gebet bei der Gefangenschaft des Papstes erschien 1810 im Königsberger „Spiegel“. Heinz Erich Stiene ordnet es 2019 in den zeitlichen Kontext ein und gibt beide Texte wieder. (Von Horaz und Ovid bis zum Archipoeta, S. 86 ff.)

Über die Bedeutung des von einem evangelischen Dichter verfassten Poems im sog. Kulturkampf (1866, 1871-1878, 1887) zwischen Preußen bzw. später dem Deutschen Kaiserreich unter Reichskanzler Otto von Bismarck und der katholischen Kirche unter Papst Pius IX. erfährt man nichts.

Bereits 1847 veröffentlichen die Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland „Glossen zur Zeitgeschichte“. In einer davon liest man.

„Die Opposition der rechtlichen Leute, die auch unter den Gebildeten zahlreich genug bestand, hatte in der deutschen Presse seit Palm‘s buchhändlerischem Martyrthum eben keine Organe mehr. – Nur in der Form der versteckten Anspielung, der Mystification, des historischen Citats konnte sie sich den Gleichgesinnten verständlich machen. So erschien in demselben Jahre 1810, wo ein excommunizirter Pfarrer in Rom die wahre Lage der Dinge so gefügig auf den Kopf stellte, und den Dränger und Verfolger der Kirche in Sta. Maria rotonda zu den Sternen erhob, in einem Königsberger Blatte eine angeblich neu aufgefundene Kirchenhymne, aus der Zeit der Gefangenschaft Clemens VII., von welcher der edle Max von Schenkendorf eine deutsche Uebersetzung, verfertigt haben wollte. In Wahrheit war die Uebersetzung das Original und der lateinische, vorgebliche Urtext eine mit großem Talente von Franz Xaver Carnier verfaßte Uebertragung. Die ‚Extremen‘ verstanden ohne Commentar, was gemeint war, die französischen Autoritäten aber erhielten von dem Attentat entweder keine Kunde, oder zogen es vor, einigen Mangel an Combinationsgabe. vorzuschützen *).“; „*) Die Hymne von Max von Schenkendorf steht in dessen Gedichten (Stuttgart und Tübingen 1815): [… Text]“.

 

Die „Bauern-Zeitung“, herausgegeben vom bayrisch-patriotischen Bauernverein, veröffentlicht 1874:

„Ein protestantisches Zeugniß.

Als Papst Pius VII. von Napoleon in die Gefangenschaft abgeführt worden, da brachte das Königsberger Wochenblatt, eine streng lutherische Zeitung, folgendes Gebet bei Gefangenschaft Papst Pius VII. [… Text; Sp. 2: …] Der Verfasser dieses Gedichtes war gewiß ein Ultramontaner? Nein. Es war ein streng lutherischer Christ, der nichts so sehnlich herbeiwünschte, als das deutsche Reich unter einem Kaiser vereinigt zu sehen, der deshalb den Namen ‚,Kaiserherold‘ erhielt, Max von Schenkendorf.

Damals erkannten die noch gläubig gesinnten Evangelischen, daß jeder Unfall, der der katholischen Kirche droht, auch eine Drohung für sie ist. Sollte es jetzt unter den von uns im Glauben getrennten Brüdern keinen Max von Schenkendorf mehr geben? (Aus dem Sonntagskalender.)

 

Ein Jahr später, 1875, nutzt das „Salzburger Kirchenblatt“ den Geburtstag des amtierenden Pontifex, um diesem mit dem Gedicht zu ehren und notiert: „Obiges Gebet, gedichtet von Max v. Schenkendorf während der Gefangenschaft Pius VII im Jahre 1810 ist auch jetzt sehr zutreffend.“

 

Besonders deutlich wird der ungenannt bleibende Lutheraner, ein „positiv gläubige Protestant“, 1874 in der „Augsburger Postzeitung“, indem er beide Texte abdruckt und einleitet.

Drei erläuternde Bemerkungen zuvor:

  • Zu Hostis urbs aboleatur vgl. 1895 Robert Sprenger S. 237 nach HAGEN ergänzend.
  • Zur Majestätsbeleidigung: Gemeint ist [Friedrich/Franz] Ludwig Heinrich Grote (1825-1887); Beiname „Welfenpastor“; vgl.: Ludwig Grot’s ‚Einsame Lieder. – In: Beilage zur Augsburger Postzeitung, Nr. 4 v. 1874-01-23, S. 16. – Grote und Bismarck oder das alte und das neue Recht. Eine Appellation an die beleidigte Majestät des Rechts und der Wahrheit, sowie des Königs von Preußen. [Motto] Erweiterte Betrachtungen aus den ‚Hessischen Blättern.‘ Melsungen: W. Hopf und Kassel: H. Jungklaus 1873; Majestätsbeleidigung von Otto von Bismarck (1815-1898) S. 18: P. Gerhardt weil ‚stolzer Tyrann‘ darin vorkam.
  • Pius VII. in seinen öffentlichen Verhältnissen *) zu Napoleon 1808 und 1809. – In: Ludwig Wachler (Hrsg.): Theol. Nachrichten 1814, Bd. 2, 1814-07/1814-08, S. 284-297.
  •  

Nun das, was der Anonymus zu sagen hatte:

 „Gebet bei Gefangenschaft des Papstes Pius VII.

[… dt. Text]

Wir erhalten diese kostbare Reliquie zur Wiedererinnerung und zum Wiederabdruck in unserm Blatte aus der Hand eines positiv gläubigen Protestanten, der uns dazu folgende erhebende Worte schrieb: Ich glaube, geehrter Herr und Mitstreiter, Ihnen einen kleinen Dienst zu erweisen, wenn ich Sie auf das vorstehende Gedicht hinweise, das einen der edelsten Männer zum Verfasser hat, der ein Deutscher und ein Christ war. Es geschieht nichts neues unter der Sonne! Max von Schenkendorf, der ‚Kaiserherold‘, der aber ein Kaiserthum à la Bonaparte in den Abgrund der Hölle verflucht haben würde, gehörte der lutherischen Kirche an. Das hinderte ihn aber nicht, seine Zeugenstimme gegen die ‚Räuber‘ zu erheben, welche sich mit Hohn und Pochen wider das Heiligthum der römischen Kirche verschworen hatten. So erkennen auch jetzt alle treuen Glieder der lutherischen Kirche, daß der Sturmlauf des modernen Heidenthums nicht gegen Ultramontanismus und Jesuitismus, wie man vorgibt, sondern gegen die römische Kirche selbst gerichtet ist, und zwar in ihr nicht gegen das, was uns trennt, sondern was uns einigt, also gegen das wahrhaft katholische Christenthum, gegen den Glauben an den dreieinigen Gott, der seine Kirche auf Erden gegründet hat und nicht eine Polizeianstalt des Abgotts, der sich Staat nennt. Deßhalb, geehrter Herr, glauben wir Lutherischen, daß zwischen Ihnen und uns alle häuslichen Streitigkeiten – denn als [Sp. 2:] solche müssen unsere Differenzen in Vergleich zu dem klaffenden Abgrunde, der uns von dem heidnischen Berlin trennt, bezeichnet werden – zu vertagen sind und daß wir im Namen des gemeinsamen Herrn und Heilands als christliche Brüder zusammen zu stehen haben gegen den modernen Staatsleviathan, der Sie wie uns zu verschlingen droht. Als ein Zeichen dieser gottlob immer mehr als nothwendig erkannten Bundesgenossenschaft über sende ich Ihnen das Gedicht eines Lutheraners, der in schweren Tagen dieselbe Pflicht erkannte und denselben Kampf mit uns stritt. Max von Schenkendorf ist unser ,Kaiserherold.‘ Die Nationalliberalen haben nicht ein Haar an ihm. Darum wagen sie auch nicht, an ihn zu erinnern. Wir aber sollten seinen Namen auf unsere Fahne schreiben. Ueber das vorstehende Gedicht ist noch zu bemerken, daß es zuerst 1810 ohne Unterschrift in einer Königsberger Wochenschrift erschien, und zwar angeblich als Uebersetzung aus einer Sammlung von Kirchenhymnen des 16. Jahrhunderts : In ecclesiae calamitatibus. Man sieht daraus, wie viel Mühe man es sich damals (1810!) kosten ließ, aber auch wie erfinderisch und keck man war, die überwachende Censur zu hintergehen. Und doch war jener Zustand noch erträglicher, als der von Anno 1873, wo ein lutherischer Pastor der Majestātsbeleidigung angeklagt werden konnte, weil er in einem Kalender den einfachen Abdruck eines Paul Gerhardt‘schen Liedes, ohne jeden Zusatz und Veränderung, besorgt hatte. Nun, mag man wüthen mit Tendenzprocessen und Einkerkerungen! Es soll ihnen nicht gelingen! Wie es damals dem ‚Aergsten aus dem argen Heere‘ ergangen ist, so wird auch jetzt der Ausgang sein: ‚Verschwunden wie Sodoma!‘    Ein Lutheraner.

Wir geben nachstehend auch noch die lateinische Uebersetzung des vorstehenden Liedes, die den Augen der französischen Spione immerhin als ‚alter Kirchenhymnus‘ erscheinen mochte:

In ecclesiae calamitatibus. *)

[… lat Text]

*) Dieser lateinische Hymnus, der zuerst in der Königsberger Zeitschrift ,Spiegel‘, Jahrg. 1810, Nr. 18, erschien, ist von Franz Xaver Carnier, einem Freunde Schenkendorf‘s verfaßt, und zwar in der Absicht, um Schenkendorf‘s ‚Gebet bei der Gefangennahme des Papstes‘ gegen die Censur zu schützen. Die Carnier‘sche Uebersetzung des Gebetes wurde nämlich für ein altes Original ausgegeben. Das Latein ist nicht immer classisch. Ausdrücke wie vulnere detectus, sanantes properati, hostis exulesceatur dürften keinen Anspruch auf Classicität haben. Hält man aber fest, daß es nur auf eine Täuschung abgesehen war, so wird man nicht zu hohe Anforderungen stellen. Für den letzten Vers hat jemand die Correctur vorgeschlagen: Hostis urbs aboleatur.“

 

Die beiden Stammbücher 

Zu den Editionen der beiden Stammbücher sind etliche Nachträge zu machen, die sich in der Spalte „Text“ befinden. Sie zeigen zumeist die Quellen der Inskribenten auf.

 

Korrekturen finden sich wie weitere Informationen passim.

Reihenfolge nach dem Inhalt der beiden Stammbücher.

 

Inhalt des folgenden Textes gegliedert in die Absätze:

Name

an

Datum

Ort

Text

 Die einzelnen Einträge sind durch --- getrennt.

 

StB_1_1v

[Kreuz]

 

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StB_1_4r

[Der verwandten Seele]

= LY_137.

 

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StB_1_4v

[Der verwandten Seele]

 

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StB_1_10r

Barbara von Krüdener

1807 ?

1807 ?

1729: Gerhard Tersteegen: Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten. – Aus den Werken Gerhard Tersteegens in die Gesangbücher der Brüdergemeine übernommen. – Z. B.: „Geistliches Blumen=Gärtlein Inniger Seelen; Oder kurze Schluß=Reimen, Betrachtungen und Lieder Ueber allerhand Wahrheiten des inwendigen Christenthums; Zur Erweckung, Stärckung und Erquickung in dem Verborgenen Leben mit Christo in Gott ; Vierte und vermehrte Edition, Nebst der Frommen Lotterie.“ Biel: Heilmann 1766; S. 254 ff.: „XI. Erinnerung der herrlichen und lieblichen Gegenwart Gottes.“; hier S. 255, Nr. „6. Du durchdringest alles, laß dein schönstes Lichte / Herr, berühren mein Gesichte; / Wie die zarten Blumen willig sich entfalten, / Und der Sonne stille halten; / […]“.

 

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StB_1_11r

Ernst Friedrich

1811-11-19

Marienwerder

 

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StB_1_19v

Gustav Karl von Mecklenburg

1813-06-07

Karlsruhe (Oppeln ?)

Voss, Johann Heinrich (1751-1826). „Musen Almanach für 1778. herausgegeben von Joh. Heinr. Voß.“ Hamburg: E. Böhn [1777]; S. 201 ff.: „Fragmente von Strädele, Hutmachergesellen in Memmingen.“; [Aufruf zu dessen Unterstützung im Inhaltsverzeichnis.]; S. 203: „Aus einer Ode zum neuen Jahr 1777.“; „Aus einer Ode zum neuen Jahr / 1777 / --- / Der Weise blickt zur Ewigkeit hinüber; / Der Menschheit Adel röthet sein Gesicht. / Der Zukunft Dunkel macht sein Auge niemals / trüber, / Nur die Verlezung seiner Pflicht. / O leichte Pflicht! O Pflicht voll Himmelssegen!“ – Carl Philipp Emanuel Bach: „Neue Lieder=Melodien nebst eine Kantate zum Singen beym Klavier“ Lübeck: Christian Gottfried Donatius 1789, S. 26 (Text und Noten). – Vgl. StB_2_6: Wohl der erste Eintrag im Felde und der letzte in diesem Stammbuch.

 

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StB_1_24r

Karl Ludwig Alexander Graf Dohna

1812-07-20

Königsberg

 

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StB_1_27v

Ernestine „Nelly“ von Dohna-Schlodien

1805-09-11

Schlodien

ASMUS omnia sua SECUM portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen, IV. Theil. Hamburg: Friedrich Perthes (1782), S. (1): „Motet.“

 

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StB_1_28r

Karl Ludwig Alexander zu Dohna-Schlodien

1805-10-11

Schlodien

Asmus, d. i. Matthias Claudius. Text: CLAUDIUS: Werke S. 548-550: „Ein Gülden A B C“; Erstdruck Hamburg: Perthes 1803. CLAUDIUS: Werke S. 158-162

 

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StB_1_29r

Samuel (Ludwig Hermann) Friedländer

1807-02-17

Königsberg ?

Ludwig Theoboul Kosegarten: Die Inselfahrt, oder, Aloysius und Agnes. - Eine ländliche Dichtung in sechs Eklogen. Berlin: Voss 1804, S. 20, Aloysius spricht; dann S. 221, Agnes spricht.

 

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StB_1_32r

Karl von Schenckendorff

1806-09-23

Königsberg

 

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StB_1_34r

Luise Collins

1805-06-18

Königsberg

Mit diesem Eintrag beginnt das zeitlich erste Stammbuch Max von Schenkendorfs. – Friedrich Ludwig Zacharias Werner: „Die Söhne des Thales. - Ein dramatisches Gedicht. [Vignette] Erster Theil: Die Templer auf Cypern. - Berlin, bei Johann Daniel Sander. 1803.“ S. 174: Gespräch zwischen Robert und Molay; Molay spricht: „Robert! – ich sag's dir heut zum ersten mal, / Du bist ein Held – du bist, was zehnmal mehr ist, / Ein echter Mensch! – Dass du’s durch mich geworden, / Das ist mein Stolz und meines Alters Freude. – / Mein starker Robert! – nur des Schwächlings Saiten / Zerreisst der Eisenfinger des Geschicks; / Der Heldenmüth’ge bietet kühn die Harfe, / Die ihm der Schöpfer in den Busen legte, / Dem Schicksal dar – Mag’s in den Saiten wühlen; / Allein den innern herrlichen Accord / Kann’s nicht zerstören, und die Dissonanzen / [S. 175:] / Verschmelzen bald in reine Harmonie, / Weil Gottes Friede durch die Saiten lispelt.“

 

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StB_1_37r

Karl Gottlob August Erfurdt

1812-07-15

Königsberg

Goethe. Leiden des jungen Werthers, 2 Teile. Frankfurt und Leipzig 1796, Buch 2, 2, „Am 9. May.“, S. 118. – Vgl. Schillers „Jungfrau von Orleans“ V, 4: „Der Mensch braucht wenig,/ und an Leben reich ist die Natur“.

 

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StB_1_37v

Ludwig Ernst von Borowski

1812-07-16

Königsberg

 

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StB_1_38r

Karl Gottlieb Bock

1812-07-14

Königsberg

Theodor Gottlieb von Hippel: „Gedanken über die Unzufriedenheit, von H**W.“, 1 Quartbogen und zuvor in: Königsberger Intelligenzblatt 1761, Nr. 48 (Berlinisches Archiv der Zeit und ihres Geschmacks, Bd. 1, Jan.-Juni, Berlin: Friedrich Maurer 1797, S. 289; Neues allg. int.-Bl. für Literatur und Kunst, zur Neuen Leipziger Lit.-Ztg. Nr. 22, v. Sa 1806-05-10, Sp. 350 zu S. 523 bei Meusel, Bd. 5, 1805); dort als Motto

 

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StB_1_40r

Johann Samuel Rosenhayn

1812-01-04

Königsberg

 

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StB_1_41v

Johann Christoph Wedeke

1805-09-07

Hermsdorf

Lessing: Nathan der Weise, 5. Aufzug, 8. (= letzter) Auftritt. – Dies zitiert Schenkendorf später in seinem Brief an Henriette von Reden, 1817-10-23.

 

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StB_1_41v_42r

KEIL: Stamm S. 35: „Da nämlich die Wahl  des Platzes der Einzeichnung […] ganz freigestellt war, so suchte man sich, soweit thunlich, die Seite des Buchs neben bereits eingeschriebenen eigenen Freunden  aus und verband oft die eigene Inschrift mit der des Freundes durch eine oben hingeschriebene, beide Seiten des Buchs verbindende Bemerkung.“ – Vgl. LANGNER Nr. 13 und 14.

 

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StB_1_42r

Charlotte Amalie Christiane Wedeke

1805-09-07

Hermsdorf

 

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StB_1_42v

Marie Elisabeth Wedeke

1812-06-29

Königsberg _

 

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StB_1_43r

Johann Christian Wedeke

1812-07-07

Königsberg

 

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StB_1_44r

Ferdinand v. Schrötter

1812-07-13

Königsberg

Christoph Heinrich Müller (Myller): „Der Nibelungen Liet / ein Rittergedicht / aus dem XIII. oder XIV. Jahrhundert. / Zum ersten Male aus der Handschrift ganz abgedruckt.“, S. 152: „Gedruckt in Berlin bei Christian Sigismund Spener, im Jahr 1782. geendiget im September.“, S. 122, Sp. 2, Vers (58-59); spätere – 1784 – andere Ausgabe: „Samlung Deutscher Gedichte aus dem XII. XIII. und XIV. Jahrhundert. / - / Erster Band. / welcher enthaltet: / Der Nibelungen Liet. / [… 7 Titel] / - / Geendiget im Anfang des Februars 1784.“, Vorrede unterz. v. Christoph Heinrich Myller (sic), später Müller, hier zusammengebunden als 2. Ausgabe; sonst wohl identisch.

 

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StB_1_45r

Karl Köpke Karl Köpke

1812-01-02

Königsberg

 

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StB_1_52r

Wilhelm von der Gröben

1809-06-27

Königsberg

Ernst Wagner (Hrsg.): Briefe aus der Fremde in die Heimath. Bd. 1. Mit dem Bildnisse des Herausgebers und einer wichtigen Schlußbeylage zum zehnten Briefe. Hildburghausen: Johann Gottfried Hanisch 1808; S. 109 ff.: „Beylage zum fünften Briefe.“, hier S. 112, Nr. 110.

 

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StB_1_53r

Henriette Hendel-Schütz

1812 / 1813

HENDEL: Stammbuch S. 27-35:Zacharias Werner, Mannheim, schreibt  „Die neue Pythia

 

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StB_1_55r

William Motherby

1812-07-16

Königsberg

 

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StB_1_57v

Johann Heinrich Jung-Stilling

1813-01-01

Karlsruhe

„Taschenbuch / für / Freunde des Christenthums. / - [SL 29 mm] / Auf das Jahr nach Christi Geburt / 1809. / - [SL 40 mm] / Von / Dr. Johann Heinrich Jung / genannt Stilling / Grosherzoglich Badischer Geheimer / Hofrath. / - [SL 59 mm] / Nürnberg, / im Verlag der Raw’schen Buchhandlung.“, S. 19, Nr. 16.

 

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StB_1_58r

Johanne Ottilie Ida von Auerswald

1809-06-27

Königsberg

Zit.: August Wilhelm Schlegel: Gedichte. Tübingen: Cotta 1800, S. 189: Die Flucht der Stunden. – Ernst Wagner (Hrsg.): Briefe aus der Fremde in die Heimath. Bd. 1. Mit dem Bildnisse des Herausgebers und einer wichtigen Schlußbeylage zum zehnten Briefe. Hildburghausen: Johann Gottfried Hanisch 1808; S. 149, Nr. 185.

 

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StB_1_59r

Albertine Sophie Charlotte Gräfin Dohna-Lauck

1809-06-27

Königsberg

 

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StB_1_60r

Friederike Sophie Adelheid (Adèle) Dohna

1812-06-16

Königsberg ?

 

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StB_1_61r

Hans von Auerswald

1812-06-29

Königsberg

 

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StB_1_70r

Johanna Motherbys

1812-07-17

Königsberg

 

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StB_1_72r

Juliette von Krüdener

1807-05-30

Königsberg

Heb. 13, 21. – Carl Rudolph Reichel (1718-1794): „Geistliche Gesänge und Lieder, von Carl Rudolph Reichel, Prediger des Evangelii.“ Ebersdorf im Vogtland: Christian Gottfried Vollrath, Neudietendorf: Heinrich Gottlieb Petsch 1798, S. 40-43: „16. David und Jonathan. Auf den Jahrestag des Past. Löwe.“, hier S. 43. – Johann Kaspar Löwe (1706-1767).

 

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StB_1_72v

Henriette Elisabeth Barklay

1811-11-18

Marienwerder

 

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StB_1_73r

Henriette Elisabeth Rördanß

 

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StB_1_73v

Karoline Gräfin zu Dohna-Schlodien

1805-09-12

Karl Gustav Brinckmann, seit 1808 Karl Gustav von Brinckmann, seit 1835 Karl Gustav Freiherr von Brinckmann, auch Selmar als Synonym (geb. Nacka 25.02.1764, gest. Stockholm 24.12.1847): Gedichte von Selmar. Bd. 1, Leipzig: Gräff 1789, S. 199.

 

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StB_1_74r

Henriette Gottschalk

1806-10-11

Königsberg ?

 

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StB_1_74v

Eleonore Phillips

1806-10-22

Königsberg ?

HAGEN S. 82: „Auf Hippel’s Ausspruch: ‘das Kreuz ist des Sternes Fundament’, ist wiederholt in den Stammbüchern Bezug genommen.“ Siehe Faksimile 42v. - Vgl. HAGEN S. 216, 88, 83, 242f. CZYGAN III S. 340.

 

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StB_1_75r

Karl v. d. Gröben

1812-06-10

Königsberg ?

 

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StB_1_81r

Maria Henriette Elisabeth Kunheim

1812-02

Königsberg ?

Christoph August Tiedge: „Urania -über Gott, Unsterblichkeit und Freiheit, ein lyrisch=didactisches Gedicht in sechs Gesängen“, Halle: Renger 1804; IV, Unsterblichkeit, hier S. 118. – „Urania von C. A. Tiedge.”, 4 verb. Aufl. Reutlingen: J. J. Mäcken 1810, S. 85, Z. 270 ff.

 

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StB_1_82r

Ernst v. Kanitz

1812-06-10

Königsberg

Rö 13, 10: Die Liebe ist des Gesetzes Erfüllung. – Vgl. StB_2_33: LANGNER Nr. 33: 1816-03-23; August Friedrich de La Chevallerie.

 

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StB_1_83r

Raphael Ignatius Friedrich Bock

1806-04-04

Divi Aurelii Augustini Hipponensis episcopi Meditationes, Soliloquia et Manuale. Accesserunt Meditationes B. Anselmi, Meditationes D. Bernardi, & Idiotae viri docti, Contemplationes de Amore Divino. Editio nova, ad manuscripta exemplara accuratissime emendata. Lugduni, Apud Fratres Perisse, Collegiorum Lugdunensium Bibliopolas, in vico majori Mercatorio M.DCC.LXXVII [1777], S. 77, Nr. 8. - Ausgabe 1649, S. 75; 1755, S. 66.

 

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StB_1_84r

Greis, Jean Frédéric/Johann Friedrich

1809-10-15

Königsberg

Vgl. URL !

 

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StB_1_85r

Karl Friedrich Wilhelm Fleischer

1806-02-02

Waldau / Königsberg

 

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StB_1_85v

Franz Xaver Carnier

1810-12-02

 

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StB_1_86r

Carl Schulz

1808-08-11

Königsberg

 

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StB_1_A

St. Rosalie

Zur Rosa von Viterbo; vgl. im sog. „grünen Musenalmanach“, dem Organ des „Nordsternbundes“: Friedrich Baron de la Motte Fouqué: „Lobgesang an die heilige Rosa von Viterbo.“, unterz.: „Pellegrin.“ – In: Musenalmanach auf das Jahr 1806. Herausgegeben von L. A. von Chamisso [1781-1838] und K. A. Varnhagen [1785-1858]. Dritter Jahrgang. Berlin: Fröhlich 1806, S. 70-73. = Musenalmanach auf das Jahr 1806 … hrsg. v. Ludwig Geiger [18481919] = Berliner Neudrucke 2. Serie, 1. Bd., Berlin: Paetel 1889. – Scan: . – Weiterer Hrsg.: Neumann, Friedrich Wilhelm [1781-1834]. - Die Marke „Gebrüder Klauber“ hatte bis weit in das 19. Jahrhundert eine große Zugkraft. – Augsburgische Ordinari Postzeitung Nr. 257 v. 1807-10-27, S. 4: Anton Klauber zeigt an, dass er sich aus der Firma Klauber & Zana zurückzieht zu Gunsten seines seit 1804-12/1806-06-01 ehem. Kompagnons Vinzenz Zana und nur noch Kupferstecher sein will.

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StB_1_C

Aufruf

 

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StB_1_Einband

Einband

 

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StB_1_F

Henriette Gottschalk

 

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StB_2_1

Philipp

1813 ?

Siehe StB_2_47.

 

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RAICH: Schlegel Bd. 2, S. 238: „Vor der Schlachte bei Leipzig“, „Die Sonne steigt im Morgen“), aus Veits „Brieftasche“. – Langner nennt Pirch, von anderer Hand „? Kanitz“. - Der je letzte Vers der drei Strophen ergibt ein Motto „Im Streite das Leben zu leiten.“ – Publiziert in RAICH: Schlegel Bd. 2, S. 238-239 als lfd. Nr. 2 und 3, aus Veits Schrifttasche stammend, sie sind vom Finder dieser Tasche abgeschrieben worden nach der Schlacht von Leipzig, so RAICH a. a. O. S. 237, Anm. 1.

 

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StB_2_2

Johann Carl Friedrich Gildemeister

1814-02-03

Langes

Ausländer haben dieses schöne Frankreich beschmutzt; souiller = beschmutzen; mouiller = befeuchten. – Siehe dazu die Quelle unter dem 1814-01-12 und 1814-02-22. – Journal de l’Empire v. Di 1814-02-22, S. 1, Sp. 1; Journal de Paris Nr. 54 v. Mi 1814, S. 2, Sp. 1.

 

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StB_2_3

NN

1816 ?

Schiller: Wilhelm Tell, II, 1.

 

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StB_2_4

Coeleste Niederstetter

1815-06-27

Baden-Baden

Johann Jakob Mayer: Der Sittenlehrer. - Eine Rede des Isokrates an den Demonikus. – Aus dem Griechischen frey übersetzt. Memmingen: Andreas Seyer 1790; S. 16: „Deiner abwesenden Freunde erwähne auch im Beyseyn deiner gegenwärtigen; denn so wirst du zeigen, daß du sie auch in der Abwesenheit nicht geringe schätzest.“ – Hannoverisches Magazin. Nr. 105 v. Mo 1787-12-31, Sp. 1667 f.: „Einige Auszüge aus der Ermahnungs=Rede des Isocrates an den Demonicus.“, Sp. 1668: „Gedenke der abwesenden Freunde gegen die gegenwärtigen, damit du den Vorwurf vermeidest, dich um jene nicht zu bekümmern.“

 

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StB_2_5

Ida von der Gröben

1813-06-26

 

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StB_2_6

Karl von Schenkendorf

1813-05 ?

Hochkirch ?

Vgl. 1806. – Evtl. der erste Eintrag in diesem Stammbuch. – Vgl. StB_1_19v.

 

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StB_2_7 (1)

Carl von der Gröbens

1813-08-11

Gnadenfrei ?

Ps 118, 15.  – Vgl. Weber, Karl Julius (1767-1832): Deutschland, oder Briefe eines in Deutschland reisenden Deutschen. Bd. 3, Stuttgart: Gebr. Franckh 1828, im 22. Brief, S. 476: „Wenn man vom Gasthause die Linden=Allee heraufspaziert überraschen die Worte an einem Thor ‚Hier ruht der Geist nicht.‘ Innwendig aber steht ‚hier ruhen die Gebeine‘ und nun ist man erst au fait! Hier ruhen die Gebeine - es ist der Friedhof - und in Gnadenfrey ruhet der Geist. Wer glaubt, ersparet sich das Denken, denken ist stets gefährlicher und schwieriger gewesen als der Glaube, und daher auch seltner, aber wo geriethen die Glaubigen am Ende hin ohne Denker?“, vgl. dazu ebd. S. 134. – Bd. 1-4 1826-1828.  WEBER: Reisenden

 

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StB_2_7

Carl von der Gröbens

1813-06-24

Gnadenfrei

Der erstdatierte Eintrag in diesem Stammbuch.

 

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StB_2_8

Ernst von Kanitz

1813-08-06

Seiffertsdorf

Arndt: „Kurzer Katechismus für teutsche Soldaten, nebst zwei Anhängen von Liedern. - 1813.“; im 2. Anhang, S. 91-93: Vaterlandslied; hier nur die erste Strophe zitiert. – Choral von Philipp Nicolai aus dem Jahre 1597. – Vgl. Max von Schenkendorfs „Morgen- und Abendandacht“ (Morgenstern und Abendstern) in den „Christlichen Gedichten“.

 

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StB_2_9

Alexander von Münchow

1813-08-07

Seiffertsdorf

 

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StB_2_10

Karl Wilhelm von Münchow

1813-08-07

Seiffertsdorf

Vgl. 1813-10-01 das Widmungsgedicht Max von Schenkendorfs.

 

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StB_2_11

Alfred von Auerswalds

1813-06-26

Briese

 

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StB_2_12

Aloys Schreibers

1815-07-03

freimaurerische Datumsangabe. – Zuerst in „Cornelia. Taschenbuch für Deutsche Frauen“, Heidelberg: Engelmann, Jg. 1, 1816, S. 83-84, hier S. 84; dann in „Poetische Werke von Aloys Schreiber. – Erster Band. – Mit 1 Kupfer. – Tübingen, bei Heinrich Laupp. 1817.“, S. 135; die letzten 3 Zeilen von „Deutsches Bundeslied.“, S. 134-135. – Davon eine Ausgabe Wien: B. Ph. Bauer 1817, S. 122-124, hier S. 124.

 

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StB_2_13

Ladomus

1816-04-15

Das letzte - fehlende -Wort der ersten Zeile von Ladomus findet sich auf dem Text von J. Smidt, 1814-02-06. „Sic pagina jungit amicos“. – J[ohann/akob]. F[riedrich]. Ladomus: Geometrische Constructionslehre für Lehrer und Lernende. Ein Versuch geometrischer Geistesgymnastik. Teil 3. Karlsruhe. Christian Theodor Groos 1832; (Tulla’s Annährungsconstructionen); S. (IV): Motto: „Des Freundes Hülle schwand, des Mundes Töne / Sein Geist jedoch wirkt ewig, ja er lebt / Auch uns, er ist’s, der lehrend uns umschwebt / Unsterblich sey das Wahre, Gute, Schöne.“ – 1. Aufl.: Freiburg und Konstanz: Herder 1812; ohne das Motto. – Vgl. StB_1_41v_42r KEIL: Stamm S. 35.

 

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StB_2_14

Johann Smidt

1814-02-06

Chaumont

Das erste Wort ist das letzte, des Satzes „Sic pagina jungit amicos“ von Ladomus Hand, der sich am 15. April dort eintrug. – Zit.: Homer: Ilias 6, 448. – Johann Heinrich Voss: Homers Ilias. I-XII Gesang. 2. verb. Aufl. Königsberg: Nicolovius MDCCCII [1802], S. 163: „Einst wird kommen der tag, da die heilige Ilios hinsinkt, Priamos selbst, und das volk des lanzenkundigen königs.“; dto. Bd. 1, Wien: Haase 1814, S. 127 f.

 

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StB_2_15

Friedrich Lange

1813-08-10

Gnadenfrei

Fouqué im „Zauberring“: „Steigt zuversichtlich himmelwärts; /  Panier, Panier, wir sehn dich wallen, …“ – Vgl. SCHMIDT: Fouqué S. 238 zum Zitat.

 

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StB_2_16

Amalie Monts

1816-09-25

Karlsruhe

Adam Kern: Predigten auf alle Sonn- und Festtage des Jahres, jg. 1, Tl. 4, Augsburg: Matthäus Rieger 1784, S. 337 ff.: 20. Predigt, „Auf den Sonntag nach der Geburt des Herrn.“; hier S. 343: „Ja, höret es, ihr Sterbliche; wenn ihr die Wege der wahren Glückseligkeit wollet kennen lernen! Einen Gott erkennen ist der Freude Anfang ; einen Gott anbethen ist der Freude Wachsthum ; und einen Gott wahrhaft fürchten und lieben ist der Freude völlige Reife und Vollkommenheit.“

 

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StB_2_17

Elwira Laura Hufeland, geb. 1799 und nicht Eduard Elwira Laura Hufeland, geb. 1799 und nicht Eduard

1813-07-14

Gnadenfrei

Statt 1810 lies 1813. – Ludwig Braunfels: Das Nibelungen-Lied. Frankfurt a. M.: Literar. Anstalt 1846, S. 50, Vers 303. – Fouquè: Eginhard und Emma. -Ein Schauspiel in drei Aufzügen. Nürnberg. Johann Leonhard Schrag 1811, S. 76: „Busching. / Er nieg ihr minniglichen, Genaden er ihr bot; / Sie zwang da zueinander der sehnenden Minne Noth. / Mit lieben Augen: Blicken einander sahen an / Der Herre. und auch die Fraue ; das ward. viel / […] / Von herzelieber Minne, – das ist mir nicht bekannt; / Doch mag ich nicht gelauben, daß es wurde gela'n; / Zwei minnegehrende Herzen hätten anders missethan. / Eginhard. (leise Emmas Hand küssend) / Zwei minnegehrende Herzen hatten anders missethan. / Busching. / Bei der Summerzeite und zu des Maien Tagen, […]“.

 

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StB_2_18

Ferdinand von Schrötters

1813-06-24

Gnadenfrei

 

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StB_2_19

Friedrich Ludwig Zacharias Werner

1814-01-02

Frankfurt

Zit.: Friedrich Ludwig Zacharias Werner: „Kriegslied für die zum heiligen Kriege verbündeten deutschen Heere. – Von Friedr. Ludw. Zachar. Werner. - Frankfurt am Main, bei Johann Friedrich Wenner 1813.“ S. (7 = letzte Seite.)

 

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StB_2_20

Eberhard Gottlieb Graffs

1816-04-26

Reichenbach

Johann Jakob Wilhelm Heinse (, eigentlich Heintze, 1746-1803): Ardinghello und die glückseeligen Inseln, Bd. 1, Lemgo: Meyer 1787,S. 121. – Hier nach „Ardinghello und die glückseeligen Inseln. - Eine Italiänische Geschichte aus dem sechzehnten Jahrhundert. [Kupfer] Erster Band. – Frankfurt und Leipzig 1792.“, S. 103-104: „‘An Planen von Entführung und ewiger Verbindung wurde von uns im Anfange stark gearbeitet; aber weil wir keine Luftgestalten waren und Sinn hatten, und sie auf keine Weise von ihrer Familie lassen wollte, die sie allzuzärtlich liebte, und besonders ihre Mutter todt zu kränken befürchtete: legten sie sich bey näherer Bekanntschaft nach und nach. Wir sahen die mißlichen Folgen bey den großen Hindernißen zu deutlich; und erkannten inzwischen innig, daß die Natur unter allem bürgerlichen Verhältniß bey Menschen von reiner Empfindung und klarem Begriff immer durchgeht, trotz allen Gesetzen. Sie richten sich zwar im Aeußerlichen nach der Ordnung des großen Haufens: betreiben aber im Geheim ih= G 4 re [S. 104: ihre] re eigne Art von Glückseligkeit, ohne welche kein Leben Werth hat. So verstrichen denn die himmlischen Tage, und wir lieben die Götter walten. […]‘“

 

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StB_2_21

  1. v. Helvig

181-11

Weimar (?)

Schiller, Wallenstein, Piccolomini, I, 4, Max spricht.

 

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StB_2_22

Charlotte Schiller

1813-11-09

Weimar

Schiller, Friedrich von: Musen-Almanach für das Jahr 1796. Neustrelitz: Michaelis [1795], S. 179: „Columbus.“, hier die letzten Verse.

 

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StB_2_23

Amalie v. Kospoth

1813-06-27

Karlsruhe / Oppeln

Goethe: Egmont. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen. Leipzig: Göschen 1788, 5. Akt, Egmont zu Ferdinand, S. 170.

 

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StB_2_24

Caroline von Kospoth

1813-06-27

Karlsruhe / Oppeln

Das v. Salissche Zitat ist Motto des Morgenblatts für gebildete Stände Nr. 157 v. Fr. 1808-07-01, S. (625). – Gedichte von I. G. Salis. Neue Auflage. Zürich: Orell, Füßli u. Comp. 1808, S. 44.

 

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StB_2_25

Eugenie von Kospoth

1813-06-27

Karlsruhe / Oppeln

Gedichte von Friedrich von Matthisson. - Zweyter Theil. - Vollständige Ausgabe. Tübingen: Cotta 1811, S. 244-246: Heldenskolie, hier S. 245

 

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StB_2_26

August von Kospoths

1813-06-26

Briese

Gedichte von August Wilhelm von Schlegel. Tübingen: Cotta 1800, S. 209, „Unkunde“

 

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StB_2_27

Julie von Kospoths

1813-06-26

Briese

Das Herdersche Zitat ist Motto des Morgenblatts für gebildete Stände Nr. 34 v. Do 1809-02-09, S. (133). – J. G. Herder’s vermischte Schriften, Bd. 4, Wien: Anton Pichler 1801, S. 279: „Religion.“; dto.: Johann Gottfried von Herders sämmtliche Werke. - Zur schönen Literatur und Kunst. Teil 9. Tübingen: Cotta 1807, S. 181 =  Blumenlese aus morgenländischen Dichtern, hrsgg. v. Johann von Müller. – Auch von Sailer  u. ö. hrsgg.

 

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StB_2_28

Johann Christoph Lindner

1813-07-04

Zitiert wird ein Gesangbuchtext der Brüdergemeinde. Verfasser: Georg Heinrich Loskiel, 7.11.1740-23.2.1814.  Siehe: Christian Adam Dann: Anleitung zu christlichem Nachdenken für junge Leute über Confirmation, Communion und frühe Gottseligkeit. […] Tübingen: Fues 1801, S. 42. – Heute gilt i. Allg. Karl Johann Philipp Spitta (1801-1859) als Verfasser des Textes.

 

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StB_2_29

Johann Christoph Lindner

1813-07-04

Ober Bruchau

Vgl. Lk 24, 61

 

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StB_2_30

Amalie von Forcade

1813-06-27

Karlsruhe / Oppeln

August Heinrich Julius Lafontaine: Die Familie Saint Julien. Berlin 1798, S. 333. – 3. verb. Aufl. Berlin: Voß 1803, S. 478. – Hier nach: Saint Julien Von [sic] August Lafontaine. Berlin 1800, S. 383: „Da schimmert mir gegenüber der heitre Himmel. Wohl schon hundert Mal habe ich meinen Blick von dem Papiere zu den Sternen aufgeschlagen, und gerufen: ewig, unbeschreiblich groß ist die Liebe, die den Menschen umfängt! Liebe ist die Grundfeste der menschlichen Glückseligkeit! Hier stehe ich, ein Greis, arm, verbannt, meiner Ehre beraubt; ohne Vaterland, ohne Eigenthum; und bin durch die Liebe meiner Kinder dennoch so unaussprechlich glücklich. Wer liebt und geliebt wird — was darf der fürchten! Einst fallen die Sterne, einst vergeht der Himmel: aber die Liebe, die [S. 384:] Liebe des Ewigen, die Liebe der guten Menschen bleibt.“ (= Saint Julien, Bd. 15.)

 

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StB_2_31

NN (Kanitz ?)

1813-09

Dobra Krupa

Federzeichnung der Ruine Dobra Krupa, etwa 10 km NO von Töplitz/Teplitz, dort ein Kloster Doubravka, 3 km SÖ von ebd. als Ruine. Schloß des Fürsten Clary (1751) in Teplitz/Teplia, 393 m hoher Klingsteinfelsen mit Burgruinen.

 

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StB_2_32

  1. v. Haxthausen

Bonn

Vgl. 1 Kor 13; Apg 17. – Vgl. 1 Kor 13, 8 ff.

 

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StB_2_33

August de la Chevallerie

1816-03-23

Koblenz

Rö 13, 10. – Vgl. 1812-06-10: Ernst v. Kanitz.

 

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StB_2_34

Pauline von Schwarzenberg / Folko (?)

1813-09-26

Schloss Apostelberg

 

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StB_2_35

Elisabet Maria Munck ,

An Maria zum Marientag, 1808, VI; Gedichte von Ernst Moritz Arndt. Greifswald: J. H. Eckhardt 1811, S. 245-247, hier S. 246.

 

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StB_2_36

Otto Magnus von Munck

1816-09-19

Karlsruhe

Etwa: Auf Ehre und Treue gründet sich unsere Freundschaft, / ein redlicher Handschlag macht diese unauflöslich. / Dein Dir dankbar ergebener / Freund“

 

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StB_2_37

Otto Heinrich von Loeben

1814-06-30

Heidelberg

  1. T. L. B. Konnte bisher nicht aufgelöst werden; evtl.: Tunc Tempore Lectori Benevolo - Zu jetziger Zeit dem geneigten Leser

 

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StB_2_38

Ewald

1815-06

Baden-Baden

Erstmals in: Taschenbüchlein für Weise, Basel, im Juli 1789, S. 59., dann in Handbibliothek für Freunde 1790. – Vgl. Sibylle Schönborn: Das Buch der Seele. Tagebuchliteratur zwischen Aufklärung und Kunstperiode; Tübingen: Niemeyer 1999, 2. Aufl. Walter de Gruyter, 2013, ISBN 3110945800, 9783110945805; = Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur Bd. 68, S. 88, 138 und S. 127 ff. zu Lavaters Tagebüchern 1786 bis 1789 „Noli me nolle“, hier H. 9, S. 47. – Aloe: Symbol der Keuschheit, des Leidens und der Buße, der Fruchtbarkeit bzw. Unfruchtbarkeit, der späten Erfüllung von Hoffnungen, der Geduld und der großen Werke sowie der Liebe; Symbol für die Jungfrau Maria. – vgl. u. a. Spr 7,17. – Die Aloen (Aloe) sind eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Affodillgewächse (Asphodeloideae). Zur Gattung gehören über 500 Arten.

 

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StB_2_39

Sophie von Schardt

1813-11-08

Weimar

Novalis; August Wilhelm und Friedrich Schlegel: Athenaeum. - Eine Zeitschrift. Bd. 3, H. 2. Berlin: Heinrich Frölich 1800, S. 188-204: „III. Hymnen an die Nacht.“, darin S. 203: „Die Vorzeit, wo noch bluthenreich  / Uralte Stämme prangten,  / Und Kinder, für das Himmelreich  / Nach Quaal und Tod verlangten.  / Und wenn auch Lust und Leben sprach  / Doch manches Herz für Liebe brach.“

 

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StB_2_40

Schöns

1813-06-24

Reichenbach

 

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StB_2_41

August Friedmann Rühle von Liliensterns

1815-11-19

Aachen

Vgl. Johannes Daniel Falk (1768-1826). J. D. Falk (Hrsg.): Taschenbuch für Freunde des Scherzes und der Satire. 1. Jg. Mit 1 Kupfer. Weimar: Industrie-Comptoir 1802, S. 173 ff.: „Die Wiederkunft der Griechen und Römer.“; S. 184-185: „Cornelia.  / Die Gänse zählen auf dem Capitol !  / Brutus. / Und in System' die Sandeskörner fassen! / Genius. / O gönnet mir an eine schön're Zeit / Den Glauben doch, wär' sie auch noch so weit! / Wie Blüthen niederhangen aus Ruinen, / Ist sie mir oft im stillen Traum erschienen. / Viel kann ein einzelner, ein seltner Mann: / [S. 185:] / Mild zünden sich an Geistern Geister an, / Die niederleuchten durch den Strom der  /

 Zeiten,  / Wo dústern Schiffbruch's grause Trümmer  /

gleiten:  / Ein Leuchtturm für viel Tausend steht  /

er da,  / Und sammelt das Zerstreute, fern und nah:  / So gönnt auch mir, durch Schaffen und  /

Vernichten,  / Die arme Menschheit freundlich aufzurich=  /

ten! / Vergånglich ist, was brausend nur zerstört:  / Still dauernd wirft, was lang' und ewig  /

währt. / Brutus.  / Dich ehr ich, Genius, […]“.  – Johann Diederich Gries (1775-1842): „Rückkehr nach Schwarzburg.“ [1799], in: Musenalmanach für das Jahr 1800, hrsg. v. Schiller. Tübingen: Cotta [1799], S. 233-236; Schmidl (Johann) Michael (1779-1832): „Lebenskunst herausgegeben von Mich. Schmidl. Bd. 2. Wien: Franz Grund 1806, S. 159-160: „Rückkehr nach Schwarzburg.“ [1799]; S. 160: „Die Zukunft sieht mein Aug' in Heiterkeit; / Hinab denn in die Fluten ohne Zagen !  / Noch fühl‘ ich Kraft, wie es ein Gott gebeut,  / Des Lebens Schmerz, des Lebens Lust zu tragen.  / Ach ! wie so manche Lust, so mancher Schmerz  / Ist wunderbar durch diese Brust gezogen!  / Unendlich wechselnd schlägt ein Menschenherz,  / Uns heben, stürzen bald des Schicksals Wogen.  / Nur du, bleibsz wie du bist, Natur! / Siehst wandellos der Menschen wandelnd Treiben  / Und Dauer giebt uns auch dieß eine nur !  / In all dem Wechsel dir getreu zu bleiben. / Gries.“

 

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StB_2_42

Johann Albrecht Friedrich Eichhorn

1814-04-22

Freiburg

 

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StB_2_43

Matthias [Mathäus] Simon

1816-11-13

Bonn

Marcus Tullius Cicero: Vom pflichtgemäßen Handeln 1, X 33; das Recht kann zum Unrecht werden, wenn es übergenau angewandt wird; z. B. bei Anwendung eines Gesetzes nur nach dem formalen Wortlaut, ohne seinen Sinn und Zweck zu beachten. – Johann Friedrich Degen (Bearb.): M. T. Ciceronis De officiis Libri très. Mit einem deutschen Commentar blos für Schulen. Berlin. Im Verlage der Kön. Preuss. Akademischen Kunst- und Buchhandlung 1800, S. 36.

 

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StB_2_44

1816-09-25

Karlsruhe

Georg Längin: Ein Stammbuch Johann Peter Hebel‘s. – In: Anton Birlinger (Hrsg.): Alemannia. Zeitschrift für Sprache, Litteratur und Volkskunde des Elsasses und Oberrheins. Bd. 5, Bonn, 1877, S. 33-51, hier S. 41. – Am ähnlichsten ist: J. G. Herder’s vermischte Schriften. Bd. 6, Wien: Anton Eichler 1801, S. 171 ff.: „V. Ueber Wissen, Ahnen, Wünschen, Hoffen und Glauben.“, darin S. 177: „Sie laden die Zukunft ein, sie zwingen sie sanft herbei, sie wallen ihr fröhlich entgegen.“; zuvor in: Zerstreute Blätter von J. G. Herder. 5. Sammlung. Gotha: Carl Wilhelm Ettinger 1793, S. 384. =Sämmtliche Werke Bd. 16.

 

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StB_2_45

Charlotte Schleiermacher bzw. Luise Scholz

1813-08-10

Gnadenfrei

Rö 8, 16. – LANGNER vermutete richtig! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf: „Gesangbuch, zum Gebrauch der evangelischen Brüdergemeinen. [Vigette] - Barby, gedruckt durch Lorenz Friedrich Spellenberg, 1783.“; S. 574-575, Nr. 1189 mit Melodie 121: „Den Frieden Gott’s zuvor,“ 11 Strophen, hier die 11. – Albert Knapp: Geistliche Gedichte des Grafen von Zinzendorf gesammelt und gesichtet. Mit einer Lebensskizze und des Verfassers Bildniß. Stuttgart und Tübingen: Cotta 1845; S. 274, „Zum Friedenskuß vor dem heil. Abendmahl. (7. Juli 1741, in Herrnhaag.) Lond. G. B. I. Nr. 2163. A. G. B. Nr. 1656. N. G. B. Nr. 1189.“, (Den Friedefürst zuvor,).

 

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StB_2_46

Seidlitz

1813-08-13

Gbadenfrei

1 Kor 13, 13.

 

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StB_2_47

Philipp Veit

1814-06

Siehe StB_2_1.

 

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RAICH: Schlegel Bd. 2, 1881, S. 238

 

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StB_2_48

Friedrich Heinrich Christian Schwarz

1815-07-05

Heidelberg

 

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StB_2_49

NN

1816 ?

Die Söhne des Thales. Teil 1, Die Templer auf Cypern, Berlin: Johann Daniel Sander 1803, S. 116: Der Komptur sagt: „D‘rum ward er Templer, und kein Knecht der Fürsten, Auf seines Oheims väterlichen Rath. „Weh unsern Fürsten!" schrieb dabei ihm Bernhard; „In Gottes Land vollführen sie nichts Gutes, In ihrem üben Bosheit sie und Raub. Sie sind nur mächtig, Böses zu beginnen; ‚Was Gut's zu schaffen, das verstehn sie nicht *).”; die Anm. lautet: „*) Für den Kenner der Ordensgeschichte bedarf es keiner Bemerkung, dass alle diese Züge, so wie auch größ= [S. 117:] ten Theils das oben beschrieben Ritual der Meisterwahl, nicht etwa erdichtet, sondern mit historischer Treue referirt sind.“ – Andreas de Montbarry: sein Vater Bernhard von Montbarry ehel. Humberge, die mit St. Bernhard verwandt war.

 

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StB_2_50

Sulpice Boisserées

1814-06-14

Heidelberg

Otto d. Gr. (912-973). – Sicherlich nach: Johann Michael Sailer: Die Weisheit auf der Gasse, oder Sinn und Geist deutscher Sprichwörter. Ein Lehrbuch für uns Deutsche, mit unter auch eine Ruhebank für Gelehrte, die von ihren Forschungen ausruhen möchten. Augsburg: Martin Veith und Michael Rieger 1810, S. 316. – Johann Michael Sailers sämtliche Werke hrsg. v. Joseph Widmer. Vermischte Schriften. 2. revid. Ausgabe. 40. Teil. Sulzbach: Seidel 1841, S. 198 zu Drohworten.

 

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StB_2_51

Louise Wilhelmine von

1814-06-18

Heidelberg

Goethe: Torquato Tasso, 1807. 2. Akt, 1. Szene, Prinzessin zu Tasso.

 

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StB_2_52

Friedrich Ludwig Jahn

1814-07-04

Frankfurt

Das Zitat stammt aus Jahns Deutschen Wehrliedern: Friedrich Ludwig Jahn: Deutsches Volksthum. Lübeck: Niemann 1810, S. 199; dto.: 2. Ausgabe, Leipzig: Wilhelm Rein 1813, S. 199. – Als Motto S. 8 in „Über Wehrlieder.“ (Berlin, Ostern 1813) = Deutsche Wehrlieder für das königlich-preußische Frei-Corps, und S. (4) in „Sammlung Deutscher Wehrlieder. – Nebst Anhang. – Neue verbesserte und vermehrte Ausgabe. – 1814.“ – EULER: Jahn S. 316 hat die ersten drei Verse danach gedruckt. – Heinrich der Löwe (um 1129/30 oder 1133/35, gest. Braunschweig 6.08.1195) aus dem Geschlecht der Welfen

 

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StB_2_53

Melchior Boisserées

1814-07-21

Heidelberg

Johann Michael Sailer: Die Weisheit auf der Gasse, oder Sinn und Geist deutscher Sprichwörter. Ein Lehrbuch für uns Deutsche, mit unter auch eine Ruhebank für Gelehrte, die von ihren Forschungen ausruhen möchten. Augsburg: Martin Veith und Michael Rieger 1810, S. 41 ff. „Zweytes Hauptstück. von deutschen Sprichwörtern, ihrem Gepräge nach betrachtet.“, darin S. 94: „Kein Scherz: Ehre, Glaube und Auge leiden keinen Scherz.“

 

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StB_2_54

Johann Baptist Bertram

1814-07

Heidelberg

In Anlehnung an Herkules. Wenn die Löwenhaut nicht gilt, so muß der Fuchsbalg gelten, d. h. was man mit Gewalt nicht erlangen kann, sucht man durch List zu erlangen; Krünitz Bd. 15, Berlin: Pauli 1778, S. 412. – Kaiser Maximilians I. (1459-1519); bereits ein Rat Machiavellis an Kaiser Septimus. – Vgl. Heinrich Anshelms von Ziegler und Kliphausen, [ ...] Täglicher Schau=Platz der Zeit […] Leipzig: Gleditsch 1695, S. 756, Sp. 1.

 

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StB_2_55

Henriette von Reden

1815-02-03

Karlsruhe

 

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StB_2_56

Henriette v. Redens jun.

1815-07-03

Karlsruhe

Zit.: 2 Kor 9, 6; Ps 143, 10.

 

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StB_2_57

Josephine von

1814-09-22

Baden-Baden

 

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StB_2_58

Marie Sophie von Clausewitz

Koblenz

Zit.: Goethe: „Musen und Grazien in der Mark.“, In: Musenalmanach für das Jahr 1797, hrsg. v. Schiller, 3. Aufl., Tübingen: Cotta [1796], S. 68-71, hier S. 69, Strophe 4: „Sagt mir nichts von gutem Boden,  / Nichts vom Magdeburger Land !  / Unsre Saamen , unsre Todten,  / Ruhen in dem leichten Sand.  / Selbst die Wissenschaft verliehret / Nichts an ihrem raschen Lauf,  / Denn bey uns, was vegetiret,  / Alles keimt getrocknet auf.“ – Goethe’s neue Schriften, Bd. 9, Neue Auflage, Mannheim 1801, S. 20-22, hier S. 21. – Goethe’s Werke Bd. 1. Stuttgart u. Tübingen: Cotta 1815, S. 148-150, hier S. 149.

 

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StB_2_59

Eberhard von Groote

1814-11-22

Köln

Vgl.: „Der Schweizer auf dem Rigiberg.“ Tl. 3, St. Gallen: Huber 1806. = Darstellung eines Theils der Schweizergeschichte von G. Grob. 2. und letzter Teil; = Bd. 3; S. 281 ff.: „VII. Vorlesung. 1307.“; darin S. 331: „Nachdem sie die heilige Weihe des Bundes zu dem hohen Berufe empfangen hatten, zwischen Tod und Freyheit für das Vaterland wider die Tyranney zu kämpfen, so schieden sie nach manchem biederen Handschlag von einander, und kehrten, die einen auf ihrem Kahne über den See, die anderen zu Lande auf rauhem Pfade in ihre Heimath zurük.“ – Gregor Grob (1754-1824), Der Schweizer auf dem Rigiberg, Bd. 1-3, 1794-1806. – Oder in Anlehnung an Zacharias Werners „Martin Luther, oder die Weihe der Kraft. - Eine Tragödie, vom Verfasser der Söhne des Thales“. Reutlingen: J. Mäcken 1807. – Cäcilia von Rom wird in mehreren christlichen Konfessionen als Heilige, Jungfrau und Märtyrin verehrt. Ihr Gedenktag ist der 22. November; Schutzpatronin der Kirchenmusik, daher zählt unter anderem die Orgel zu ihren Attributen.

 

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StB_2_60

Hans Wilhelm Schultze

1814-11-23

Köln

Nach: Ludwig Tieck / Fr[iedrich]. Schlegel (Hrsg.): Novalis Schriften. 2. Aufl. 2. Teil. Berlin: Realschulbuchhandlung 1805, S. 58 f.: „III. An – “[Schleiermacher]. – Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg.

 

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StB_2_61

Leopold von Gerlach

1815-01-16

Aachen

 

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StB_2_62

Emma von Jasmunds

1816-04-10

Koblenz

Achim von Arnim und Clemens Brentano: Des Knaben Wunderhorn. Heidelberg: Mohr und Zimmer; Frankfurt: J. C. B. Mohr 1806, S. 77 u. d. T. „Wassersnoth.“; Stuttgart u.a. 1979, S. 72-73.

 

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StB_2_63

Philipp Wilhelm Eichenberg

1814-11-04

Frankfurt

Autor ist Ernst Moritz Arndt Einige Lieder für freie Deutsche und in: Fünf Lieder für deutsche Soldaten, je 1813; dann in: [Philipp Joseph von Rehfues (Hrsg.):] Süd=Deutsche Miscellen für Leben, Literatur und Kunst. Stuttgart: Cotta Nr. 4 v. 1814-01-12, S. 26: “Correspondenz. Aus Sachsen im December.” zitiert aus Arndts „Kurze und wahrhaftige Erzählung von Napoleon Bonapartens verderblichen Anschlägen, von seinen Kriegen in Spanien und Rußland, von der Zerstörung seiner Heeresmacht, und von der Bedeutung des gegenwärtigen teutschen Krieges: ein Büchlein dem teutschen Volke zum Trost und zur Ermahnung gestellt. – Germanien 1813.“ S. 122 ff., und druckt das Gedicht nach; Eichenbergs Text hier Sp. 2, Strophe 7.

 

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StB_2_64

Elisabeth Jung

1815-06-30

Baden-Baden

Vgl. das Volkslied, vermutlich aus dem 18. Jahrhundert, zuerst in Brandenburg, Franken, Hessen und Schlesien verbreitet: „Wahre Freundschaft soll nicht wanken / wenn sie gleich entfernet ist / lebet fort noch in Gedanken / und der Treue nicht vergißt.“

 

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StB_2_64 a

Johann Heinrich Jung-Stilling

1815-06-30

Baden-Baden

„Bey Freund Von Schenkendorfs Abreise“ –

 

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Siehe die Übersetzung von „Fruits of solitude in reflexions and maxims relating to the conduct of human life“; William Penn (geb. London 14.10.1644, gest. Ruscombe, Berkshire 30.07.1718): „Wilhelm Penn's, Stifters und Gesetzgebers der Colonie Pennsilvanien, Früchte der Einsamkeit, in Gedanken und Maximen über den menschlichen Lebenswandel. [Vignette] – Aus dem Englischen. – Tübingen, bei Johann Georg Cotta. 1785.“; [übersetzt von Johann Friedrich Schiller.], im Abschnitt „Vereinigung der Freunde.“ S. 165 ff. hier S. 166: “131. Sterben ist blos über die Welt gehen, wie Freunde über See; sie leben doch immer noch in einander.“; „132. Denn diejenigen, die im Allgegenwärtigen lieben und leben, können nicht anderst [sic] als einander gegenwärtig seyn.“; „133. In diesem göttlichen Spiegel sehen sie einander von Angesicht zu Angesicht; und ihr Umgang ist sowohl frey als rein.“ – Weitere Ausgabe: Friedensthal [Me: bei Pymont], bey Ludwig Seebohm, 1803; dazu: „Kurze Nachricht von der Entstehung, Ausbreitung, Lehre und Kirchenzucht der Freunde, die man Quaker nennt, von William Penn. – Aus dem Englischen. – Friedensthal, 1804.“, d. i.: Helwingsche Buchhandlung 1804; daran die Verlagsanzeige am Schluss u. a. zu Penns „Früchte“. – Der Thesaurus librorum rei catholicae: Handbuch der Bücherkunde der gesammten Litteratur des Katholizismus und zunächst der katholischen Theologie, Bd. 2, Würzburg: Stahel 1850, S. 626 nennt eine Ausgabe für 1808 ebd. – Schiller, Johann Friedrich geb. Steinheim a. d. Murr 18.09.1737, gest. Mainz 19.10.1814; Buchdrucker, Übersetzer  und Verleger in Mainz 1784 bis 1794.  – Der erste Teil des Eintrags konnte so bei Penn noch nicht gefunden werden.

 

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StB_2_65

Caroline Jung

1815-07-01

Baden-Baden

Joh. 9, 4

 

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StB_2_66

Charlotte v. Knebel

1816-09-24

Karlsruhe

Die letzte Zeile des Gedichts von Ernst Moritz Arndt „Teutscher Trost“ lautet „Tue recht und fürchte nichts.“ – Ernst Moritz Arndt: Werke. Teil 1: Gedichte, Berlin u. a. 1912, S. 132-133.

 

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StB_2_67

Wilhelm Friedrich von Meyern

1816-05-08

Karlsruhe

 

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StB_2_68

Ernst Christoph Kühlenthal

1816-09-26

Karlsruhe

 

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StB_2_69

NN

1816 ?

Zit.: a) Friedrich Ludwig Zacharias Werner: Die Söhne des Thal’s. - Ein dramatisches Gedicht. Tl. 1. Die Templer auf Cypern. [… 1 Kor 3, 6] Neue unveränderte Auflage: Wien: Johann Baptist Wallishausser 1813, (Ausgabe Berlin: Johann Daniel Sander 1803 S. 55 f.); II, 2, S. 64-65 im Gespräch zwischen Franz und Philipp: „Franz. / Sieh da! Ihr baut auch Klee und Esparsette ? / Philipp. / Ein deutscher Gartner hat es hergebracht; / [S. 65:] / Es futtert gut und ist Euch so geduldig, / Daß es sich fünfmal ruhig mähen läßt, / Und hoch sich preist, wenn es zum sechsten mal / Das letzte Restchen Kraft zu Markt bringt, bloß / Damit mein alter Esel es beweide. – / Es ist 'ne gute Haut von Kraut, wahrhaftig! / Nur hat's den argen Fehler - seht! es saugt Euch / Den Fleck ro rein, daß auch kein Bischen Kraft / Im Boden bleibt! – […]“. – b) Ders.: Die Söhne des Thales. - Dramatisches Gedicht. Tl. 2, Die Kreuzesbrüder. – Das Kreuz ist des Sterns Fundament. Hippel. - Berlin: Johann Daniel Sander 1804; V 4, S. 311: „Ä. KÄMMERER. / Bursche, / Man hört's dir an, dass du ein Neuling bist – / Nimm dich in Acht, und lass das närrsche Grübeln! – / Nur Eins ist noth – das ist das Brot – nur Einer / Hat Recht – der Stock, so lang' er prügeln kann. / Verzehr' dein Brot, nimm, was du krigen kannst. / Was ausser dir, ist Backhaus oder Stock; / Was in dir – Magen, und das Mittelding, / Das dich mit dem, was außer dir, verbindet / Und das, was in dir, deckt – das ist der Rücken. / Wenn dieser breit ist, jener gut verdaut, / So bist du ein gemachter Mann; das Grübeln / Macht dich zum ausgemachten – Laß es bleiben!“ – Symbolik: repräsentiert stets die Dreiheit, wie z. B. im Christentum die Dreifaltigkeit; steht für den Sommer oder symbolisiert die Liebe; das vierblättrige Kleeblatt gilt als Glücksbringer. Vgl. StB_1_74v.

 

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StB_2_70

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1816 ?

Sic eunt fata hominum (lat.), so gehen die Schicksale der Menschen, d. i. so geht es in der Welt; sic itur ad astra (lat.), so kommt man zu den Destirnen, d. h. zu Ehren. – Iffland, Die Kokarden, II.2, sagt dies der Freund zur Geheimrätin (Sic eunt fata hominum) S. 223.

 

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StB_2_71

NN

1816 ?

Bis auf die Textstelle „seine Repräsentanten in der Welt drücken uns nieder, Mit Ausnahmen doch! - Wir Teutsche greifen langsam an.“ lassen sich alle Texte zurückführen auf: a) Die Söhne des Thales. Teil 1, Die Templer auf Cypern, Berlin: Johann Daniel Sander 1803; b) Zacharias Werner’s Sämmtliche Werke. – Aus seinem handschriftlichen Nachlasse hrsg. von seinen Freunden. Bd. 1 [von 13]. Grimma: Verlags-Comptoir o. J. [1842]= Zacharias Werner’s Poetische Werke. Bd.1. Gedichte bis zum Jahre 1810.


Die Söhne des Thales. Teil 1, Die Templer auf Cypern, Berlin: Johann Daniel Sander 1803, [III S. 103-142; 103-118, 119-123, 124-126, 127-136, 137, 138, 138-142, 142]; S. 149: Charlot sagt: „Der alte Zeitenwagen selber wankt, Weil seine Pferde jetzt den Koller kriegen: Da kann man nicht mit Span’schem Gange schreiten; Nur über Hals und Kopf geht‘s hinterdrein.“; S. 154: Robert sagt: „Und warum mir ein gut gemahlter Schwan Weit lieber ist als zehn lebend‘ge Kukucks.“; S. 192: Molay sagt: „So geh’n wir auf des Schicksals schwülen Wegen; Der Glaube fächelt Kühlung uns entgegen. Bald werden Wind’ um unsre Asche wehn; Doch unsre Saat wird je sie auferstehen! – “ - 1842: S. 120: Robert sagt: „Doch brenn‘ ich  lieber in dem schönen Wahn, Um nicht in Eurer Wahrheit zu erfrieren.“; S. 118: Robert sagt: „Sein  inn‘rer Herrgott hält Ihn aufrecht! – “; S. 56: Molay sagt: „Nein – es wird nicht! – aus diesen dumpfen Massen Erhebt der reine Phönix nimmer sich! – “; S. 225: dreimal „Gott besser’s“.

 

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Johann Nepomuk Ringseis

1815

 

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1816

  1. S. W. S. P. I. H. V.

 

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StB_2_73

Louis Dominique Graimberg de Belleau

1816-09-27

Karlsruhe

Zitat von Horaz. Horaz (65-8); Q. Horatii Flacci, carmina; liber tertius (Hor. c. 3,4): An Kalliope: Macht und Rat. – vis consili expers mole ruit sua, vim temperatam di quoque provehunt in maius, idem odere viris omne nefas animo moventis (Macht ohne Rat stürzt unter der eignen Last, Mit Rat geführte Macht wird von Göttern selbst Gehoben; doch verhasst ist ihnen Alle Gewalt, die nach Unheil trachtet).

 

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StB_2_74

Walter von Greiffenegg-Wolfurt

1815-05-17

Karlsruhe

raita: evtl. raeti = das von Drusus eroberte Gebiet, das zur Provinz Raetien wurde; Völkerschaft zwischen Donau, Rhein und Lech – Johann Jakob Zeiler von Raita (1798-1783) schmückte 1752 die Benediktinerabtei in Ettal aus. – Goethe’s Werke. Bd. 1. Tübingen: Cotta 1806, S. 357 ff.: „Epigramme. - Venedig 1790.“, darin S. 372, Nr. „54. / Tolle Zeiten hab' ich erlebt, und hab‘ nicht ermangelt / Selbst auch thörícht zu seyn, wie es die Zeit mir gebot.“

 

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[Vorsatzblatt]

Vorsatzblatt: “Stammbuch des Dichters Max von Schenckendorf“

 

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StB_2_b

[Porträt Fouqué]

Es handelt sich nicht um ein Porträt Max von Schenkendorfs, sondern nachweislich um das von Fouqué! (Koenig: LitGesch 1895).

 

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Zu den Vermögensverhältnissen der Eltern des Dichters Max von Schenkendorf

 

 

HAGEN schreibt S. 19: „Sie waren wohlhabend“. Jedoch: Durch die späteren kriegerischen Zeitumstände verloren sie jedoch fast das gesamte Vermögen.

 

Der Vater des Dichters schreibt anläßlich einer Geschenksendung am 25. Oktober 1798 an seinen Bruder Carl Gottlob von Schenkendorf:

„Da die Grenze gesperrt ist, so hat man nicht eher und in keinen großen Quantitäten Kaviar erhalten können, es erfolgen also nur 4 Fäßchen, die ich auf meine Gesundheit zu genießen bitte. Haselhühner sind fast ganz verschwunden, sonst hätte ich auch welche mitgeschickt.“

Wenn diese Umrechnung stimmt, so war es ein kleines Vermögen als Geschenk: 1 Fass à 25 Pud Kaviar kostete 25 Silberrubel, das wären also 4 x 16,38 kg = 65, 52 kg für 100 Silberrubel.

 

K[arl]. E[rnst]. v. Baer / Gr[egor]. v. Helmersen (Hrsg.): Beiträge zur Kenntniss des Russischen Reiches und der angrenzenden Länder Asiens. Bd. 23, St. Petersburg: Akademie 1861, S. 303.

 

Im Führungszeugnis für Max von Schenkendorf vom 1809-06-18 vermerkte die Regierung in der Rubrik „VermögensUmstände, so weit sie bekannt sind“, dass er „nicht ganz unbemittelt“ sei.

 

Die Umrechnung von Gewichten und Währungen gehört zu den schwierigsten Aufgabe des Historikers. Vielleicht findet sich ein Interessierter, der dies tun kann; darum hier noch einige – hoffentlich hilfreiche – Hinweise.

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1796: Wochenlohn

Lebrecht Johann Friedrich Erler: Versuch einer Anleitung zur Strecken- und Schacht-Mauerung. Freiberg: Crazi 1796, § 119, S. 69: „Löhne der bey der Gruben=Mauerung anzustellenden Personen.“; Auswahl: 1. der Meister: Wochenlohn bei 5 Schichten zu je 8 Stunden (von 5 bis 15 Uhr; 11-12 Pause = „anderthalb Schicht“): 1 Thlr 12 Gr.; 2. der Maurer: dto.: 1 Thlr. 3 Gr.; 3. der Bergknecht 20 Gr., 4. der Handlanger: (6 bis 16 Uhr): 4 Gr.

 

1800: Wochenlohn

B]ernhard]. F]riedrich]. Mönnich: Lehrbuch der Mathematik: mit Rücksicht auf solche, welche sie erlernen, um sie bei ihren mehr oder weniger damit in Verbindung stehenden Berufsgeschäften zu benutzen, 2. Aufl. Bd. 1, Berlin: Gottlieb August Lange 1800 (= Handbuch derjenigen Theile der theoretischen Mathematik worauf sich hauptsächlich die Feldmeßkunst gründet, mit Anwendungen), § 211, S. 150-151: „§. 211. Aufg. Einem Maurer der mit 25 Leuten, Gesellen und Handlangern gearbeitet, ist bei 12stündiger Tagearbeit 47 Rthlr. Wochenlohn bezahlet. Es ist nicht bemerket, wie viel Gesellen und wie viel Handlanger dabei gewesen, soll aber jezt nachgewiesen werden. Der Meister bekomt 9, der Geselle 8, und der Handlanger 5 Gr. Tagelohn.“

 

 

1803: Kaviar

Heinrich Storch: Historisch-statistisches Gemälde des Russischen Reiches am Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Achter und letzter Theil, Leipzig: Johann Friedrich Hartknoch 1803, Abschnitt 20: Kaviar, S. 207 ff.; Beispiel: S. 207: schwarzer, gepresst, gesalzen (= frischer Kaviar): 8 Kopeken pro Pud; der rote: 5 Kopeken pro Pud.

 

1796: Kaviar, Säckchen

Deutsche Encyclopädie oder Allgemeines Real-Wörterbuch aller Künste und Wissenschaften: Kam-Kep, Bd. 19. Frankfurt a. M. Varrentrapp und Wenner 1796, S. 418, Sp. 1. „Den mittleren Rang zwischen dem durchgesalzenen und gepreßten Kaviar behauptet der sogenannte Säckgens Kaviar (mjeschetschnajä).“

ähnlich 1805:

G[erhard]. P[hilipp]. H[einrich]. Norrmann (Bearb.). Gottfried Christian Bohns Waarenlager, oder, Wörterbuch der Produkten- und Waarenkunde. Des wohlerfahrnen Kaufmanns zweyte Abtheilung, Bd. 1. A-L. Hamburg: Carl Ernst Bohn 1805, = Vollständigeres Wörterbuch der Produkten- und Waarenkunde Bd. 1, S. 952-954, hier S. 952, Sp. 2, 2).

 

1805: Fäßchen

Georg Hassel: Statistischer Umriß der sämtlichen Europäischen Staaten in Hinsicht ihrer Größe, Bevölkerung, Kulturverhältnisse, Handlung, Finanz- und Militärverfassung, und ihrer außereuropäischen Besitzungen, Teil 1: Die statistische Ansicht und Specialstatistik von Mitteleuropa: Braunschweig: Friedrich Vieweg, 1805, S. 13, Sp. 2: „ein großer gibt 8 bis 12 Fäßchen Kaviar“.

 

1843: Fäßchen

Johann Carl Leuchs: Allgemeines Waren-Lexikon; oder vollständige Warenkunde, mit Angabe der Erzeugungs- und Bezugsorte, der Art und Menge des Verbrauchs, der Preise und des Ganges des Handels. Dritte Auflage, Bd. 2. Nürnberg: C. Leuchs 1843; S. 397: „Ein Stör gibt 10 bis 20 Fäßchen Kaviar.“

 

1838: Pud, Fässchen

August Schiebe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Handelswissenschaften [...] Bd. 2, Leipzig: Friedrich Fleischer, Zwickau: Schumann 1838, im Art. Kaviar S. 177, Sp. 1: „Der beste ist der sogenannte Säckchen=Kaviar (russ. mescheschnaja ikra); er besteht dem Ansehen nach aus ganzen Körnern und wird nicht leicht stinkend; er kommt in Säcke von Zwillich und alsdann in eine Salzlake, Die Säcke hängt man auf, damit die Lake durchsickert, dann werden sie ausgerungen, 12 Stunden lang getrocknet und in Fässer getreten. Das Pud kostet gegen 4 – 5 Rubel.“

 

1840: Pud

Karl Rumler: Uebersicht der Masse, Gewichte und Währungen der vorzüglichsten Staaten und Handelsplätze von Europa, Asien, Afrika und Amerika, mit besonderer Berücksichtigung Oesterreichs und Russlands. Wien: Jasper, Hügel und Manz 1849, S. 11: Von 1763 bis 1810: 16 Rubel aus dem Pud. Gewicht des 1 Kopekenstücke = 230, 4 russ. Doli = 0,585 Lot österr. Handelsgewicht 5, 2, 1/1 und ¼ Kopekenstücke nach Verhältnis; S. 3: Bei Schiffsbefrachtungen bedeutet als eine Schiffslast: 120 Pud Brutto bei Kaviar, Öl, Pottasche, Salpeter, Schweinsborsten, Talg, Tran und rohem Zucker; 120 Pud Netto bei Eisen, Kupfer und Tauwerk.

 

1796: Pud

Wilhelm Christian Friebe: Ueber Russlands Handel, landwirthschaftliche Kultur, Industrie und Produkte. Nebst einigen physischen und statistischen Bemerkungen. 1. Bd. Gotha und St. Petersburg:Gerstenberg und Dittmar 1796, S. 240 f.: „Ein weiblicher Beluge von vier Arschienen Länge giebt gegen drei Pud (120 russische Pfund) [S. 241:] Rogen, welcher zu Kaviar zubereitet wird. Ein solcher Beluge wird, frisch gefangen, für 5 bis 6 Rubel verkauft. Um aus den Rogen Kaviar zuzubereiten, wird eben so viel Salz an Gewicht hinzu gethan und nachher das Pud Kaviar für 80 Kop. bis 1 Rubel verkauft.“ Arschiene = (noch 1858) 1 ¼ deutsche Elle.

 

1796: Pud

[Johann Christian] Nelckenbrechers Taschenbuch der Münz- Maaß- und Gewichtskunde für Kaufleute. Berlin: Arnold Wewer 1796, S. 231: Handelsgewicht 1 Berkowetz = 10 Pud oder 400 Pfund, das Pud hält 34 43/48 Berliner Pfund.

 

1796: Pud

August Wilhelm Hupel (Hrsg.): Oekonomisches Handbuch für Lief- und Ehstländische Guthsherren, wie auch für deren Disponenten, darinn zugleich Ergänzungen zu Fischers Landwirthschaftbuche geliefert, auch für auswärtige Liebhaber die Liefländischen Verfahrungsarten hinlänglich dargestellt werden. Tl. 1. Riga: Johann Friedrich Hartknoch 1796, S. 315:„1 Pud (Russisches Gewicht) wägt 40 Russische Pfunde, welche aber in Reval 38, und in Riga etwa 38 ¾ Pfunde betragen.“

 

 

1769 / 1787: Accise, Steuer

Revidirter Accise-Tarif für Königsberg und alle übrige Städte des Königreichs Preussen in beyden Departements, wornach mit Sr. Königlichen Majestät allergnädigsten Approbation vom 10. April 1769 die Accise vom 1ten Junii 1769 an, erhoben werden soll. Neu gedruckt den 1. Junii 1787. Königsberg: Gottlieb Leberecht Hartung; S. 9: 1 Gr für 1 „Fäßgen“ Kaviar; ein Achtel Kaviar 6 Gr.

 

 

1800: Haselhühner

A[ugust]. C[arl]. von Holsche: Geographie und Statistik von West- Süd- und Neu-Ostpreußen: Nebst einer kurzen Geschichte des Königreichs Polen bis zu dessen Zertheilung. Nebst einer Charte von West- Süd- und Neu-Ostpreußen. Bd. 1. Berlin: Friedrich Maurer 1800, S. 205: für Neu-Ostpreußen: „Unter dem wilden Geflügel zeichnen sich besonders die Auer- Birk- und Haselhühner aus, welche hier häufig und wohlfeil sind. An Schnepfen aller Art und an Krammetsvögeln ist auch kein Mangel; Lerchen aber werden nicht gefangen.“ – Bd. 2: 1804.

 

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