Freimaurer Max von Schenkendorf

Feldloge Nr. 1 – Carl zur Treue in Karlsruhe - Friedrich zur Vaterlandsliebe in Koblenz

Wenig Gesichertes ist zum Thema bis heute bekannt. Hier ist versucht, Klarheit zu schaffen und Neues zu bringen. Ludwig Epstein stellte – bis heute gültig – fest: „Wann und wo Schenkendorf unserem Bunde beigetreten, ist nicht genau erwiesen.“

Ausgehend von HAGEN ist bisher die Information verbreitet worden. HAGEN schreibt S. 176: „Wenn er bis in den Herbst 1814 immer gesund gewesen zu sein behauptete, so beruhte das auf einem Irrthum, […]. […] Jetzt, so scheint es, hielt er es für angemessen, in den Freimaurerbund zu treten. Durch Jung=Stilling ward er wahrscheinlich in denselben eingeführt und trat dadurch in [S. 177:] nähere Beziehung zu dem Historiographen Alois Schreiber, der in einem ihm [d. i. Schenkendorf]] geweihten Gedichte sagt: / Zu hohem Dienste waren wir verbunden, / Da wo der Zweig des Meisters Grab’ entblüht / Und von den Säulen an der dunklen Pforte / Die Sphinx zurückweicht bei dem heil’gen Worte. / Die Sache des Ordens nahm er mit großem Eifer wahr, denn wir erfahren, daß er in kurzer Zeit die höheren Grade in ihm erreichte. In einem Kasten, in dem er die Briefe von seiner Frau aufhob, pflegte er die maurerischen Abzeichen zu verschließen, ‚die höhern Grade der königlichen Kunst‘, zu denen ein weißer Mantel mit schwarzem und rothem Kreuz gehörte. Auffallend ist es, daß Schenkendorf, der manches Gesellschaftslied gedichtet hat, keine für Freimaurer=Feste schrieb.“

Festzuhalten sind die Zeitangabe, das „wahrscheinlich“ bei Jung-Stilling und die Hinweise auf den Kasten und Aloys Schreiber. 

Schreiber gehörte am 1811-08-24 zu den Männern, die die Logengründung in Mannheim durch Karlsruher Bürger initiierten; es war dies die gerechte und vollkommene St. Johannis-Loge „Karl zur Eintracht“ in Mannheim; ein weißer Mantel mit blauem Kreuz.

Der Kasten wird erstmals im Jahr 1816 erwähnt in einem Brief aus „Koblenz, den 2ten April 1816“ an Eberhard von Groote: „Jetzt will ich Dich nur bitten, die beiden Kasten und das Kästchen, welche sich von mir bei Euch befinden, mir so schnell und wohlfeil als möglich, wahrscheinlich also zu Wasser, unter Gröbens Adresse herzusenden, und erwarte von Deiner Gefälligkeit Verzeihung diser Beschwerde.“

An Georg Bärsch schreibt er „Karlsruhe, den 11 Junius 1816.“: „Dann erhalten Sie auch Ihre Schriften, die in einem Kasten im v. Grooteschen Hause stehen, und die ich nicht gern von andern öffnen liesse, da sie ausser vielen Briefen meiner Frau die höhern Grade der Kgl. Kunst enthalten.“ Tatsächlich übersandte er dann später im Jahr 1816 „4)   Abschieds-Rede des Br. et Cetra. / 5)   Lied von Hempel.  / 6)   q Fragen von Ihnen. / 7)   Hanseatisches Liederbuch.“

Der Stammbucheintrag Aloys Schreibers mit seiner Datumszeile in freimaurerischer Angabe „3 Jul. 5815“ für den 3. Juli 1815 deutet sicherlich auf den Beginn der Bekanntschaft hin, und Schreiber vermerkt später, dass er Max von Schenkendorf zuletzt am 1816-09-23 gesehen haben.

Die Möglichkeit, dass Jung-Stilling die Verbindung zu den Freimaurern herstellte, ist nicht auszuschließen, jedoch unwahrscheinlich.

1787 scheint Jung-Stilling bereits mit der Freimaurerei fertig gewesen zu sein. Er schreibt: "Jene dreyfache Ursachen sind also der Grund aller alten und neuen Mysterien; ihre ganze Einrichtung war ein vortrefliches ad interims Mittel, die moralischen Kräfte zu erhöhen, und sie gegen den Hang der Sinnlichkeit überwiegend zu machen. Die Freymäurerey hat den nemlichen Zweck und Ursprung, aber Gott! wo ist diese hin versunken!"

Zehn Jahre später, 1797, scheibt Jung-Stilling: „Daß es meinem Freunde Wreden [Karl Joseph Wrede/Wreden (1761, n. A. 1763-1829)] und mir, nicht an Gelegenheit fehlte, in den IlluminatenOrden zu kommen, läßt sich leicht denken; indessen hatte es seine Ursachen, daß es nicht geschahe: Wreden hatte einen festen Grundsatz, ‘nie, in ‘irgend eine geheime Verbindung zu treten,’ und ich war gewöhnlicher Freimaurer, welches zu der Zeit so viel hieße, als nicht Illuminat seyn. Bei dem Sturm aber, der in Bayern über den Orden ergieng, legten auch die wahren Freimauer [sic; Freimaurer] in der Pfaltz ihren Hammer nieder, ich kam also außer Verbindung, und habe nunmehr auch keine Neigung mehr, in Verhältnisse der Art mich einzulassen, und wenn ich auch noch Lust hätte, so würde ichs doch für eine Todtsünde halten, den Reichsgesetzen, und den Verordnungen meines Landesfürsten schnurgerad entgegen zu handeln.“

So ist mit Gotthilf Stecher festzuhalten: „Es ist demnach nicht wahrscheinlich, daß Stilling später in Karlsruhe die Verbindung wieder angeknüpft hat, worüber im Anschluß an das Freimaurertum seines Freundes Max von Schenkendorf  […] mehrere Vermutungen ausgesprochen werden.“

Jedoch:

1812-02-05 schreibt Jung: „Vor kurzem war ein Russischer Freymaurer bey mir, der Kayserliche Kammerherr von Balk, [Piotr [Pierre, Peter] Fedorovitch Balk-Polev (1777-1849)] ein Mann von drey und dreysig Jahren, aber ein vortreflicher Mann. Er durchreist Europa, er war auch in Paris, Strasburg, und in der Schweiz; wenn Du das Buch vom Herrn von Lapuchin [Lopouchine; Jean-Vladimirovitch Lopoukhine: Jean-Vladimirovitch Lapoukhine] kennst, quelques Traits de l’Eglise interieure, so kennst Du auch das Wesen der Russischen ächten Freymaurerey, diese ist auch die Meinige. Ihr Tapis [freimaurerische Symboltafel in Teppich-Form] ist das Titulkupfer zu jedem Buch. Der Herr sey mit Dir und deinem ewigen Bruder“.

Am selben Ort schreibt HAGEN: „Die Friedenszeit [1814 ff.] in Carlsruhe zu verleben, genügte Schenkendorf um so weniger, als er das kameradschaftliche Leben, in dem er, man kann sagen, aufgewachsen war, jetzt um so schmerzlicher vermißte, nachdem er dessen wieder so recht froh geworden war.“

In Königsberg hatte er als Student den „Blumenkranz des baltischen Meeres“ gegründet und im Jahr 1809 wiedererstehen lassen. Dieser Kranz besaß einen „gewissen Logencharakter“ (Klaus Bruckmann), und Paul Stettiner meint zur damaligen ‚Albertina‘: „Auch Studentenorden, die damals eine freimaurerische Tendenz befolgten, werden erwähnt. Schenkendorfs Kränzchen, […] scheint wenigstens ursprünglich in den geheimen Zielen den Orden ihnen nachgeahmt zu haben.“

Der „Blumenkranz“ sollte Töchterlogen stiften wie die, und hätte dann wie der „Tugendbund“ einen Stammverein und Zweigvereine in anderen Städten gehabt (Johannes Voigt).

Aber bereits am 1812-03-18 schreibt Max von Schenkendorf an Henriette Hendel-Schütz: „Ins Kränzchen wieder eingetreten hab ich mich, da alle andern mich darum angingen, da es sonst aufgelöst werden sollte, und da man Fleischer, der einer andern Sache wegen heraus sollte dies zur Bedingung seines WiederEintrits machte, wieder zu leztem nicht entbehren können. Aber Göthes Bundes Lied jezt laut gesungen ist eine Satire auf das Kränzchen.

Hier zeigt sich des Eigentümliche im Wesen Schenkendorfs: Immer war er individuell, unangepasst und gegen die allgemeinen Regeln. Dies zeigt sich im Duell, im zweiten Examen und auch in seiner Amtszeit: Während alle Kollegen den geforderten Lebenslauf tabellarisch ablieferten, gab er ihn als Brief ab. Dennoch brauchte er die Gemeinschaft, wie sein Sitzen zu Füßen der Damen und – wie Fouqué berichtet – sein Verhalten beim Biwak.

In Königsberg war Max von Schenkendorf von Freimaurern umgeben, wie das Verzeichnis von Karlheinz Gerlach zeigt. Als Freimaurer ist schon Abraham Ernst Hennig genannt, aber Max von Schenkendorf war vielleicht zu individuell, um bereits zu dieser Zeit sich ein- und unterzuordnen, und auch im „Tugendbund“ war er im Gegensatz zu seinem Bruder Karl nicht Mitglied.

HAGEN meint: „Sein offenes Wesen vertrug sich sonst nicht mit Verbindungen, die eine Ausschließung bedingen oder unter geheimen Regeln bestehn.“ – Vielleicht erging es ihm wie Johann Georg Scheffner (der1808 in den „Studien“ das „P. M. [= Pro Memoria] über die Freimaurerey.“ veröffentlichte),in dessen Memoiren es heißt: „Um eben diese Zeit ward ich auch Freymaurer […]. Bey meiner Aufnahme befremdete mich beynah nichts, du alles nahm mich so wenig für den Orden ein, daß ich erst nach mehr als 20 Jahren auf Hippels Veranlassung den Meistergrad mir geben ließ, und vermittelst des Sinnes, den ich der Sache beylegte, Geschmack daran fand.“

 

Im Juli 1812 verließ Max von Schenkendorf Königsberg, um nach Karlsruhe zu gehen, und diese Stadt verließ er 1813 als Freiwilliger zum Kriegsdienst. Nun beginnt, sicher durch Ladomus angeregt, die Beschäftigung mit der Freimaurerei.

Ludwig Epstein schreibt: „Es wird angenommen, daß Schenkendorf während der Krieges 1813 einer Feldloge beigetreten sei. Man begründet dies dadurch, daß sich vom Jahr 1813 ab in seinen Gedichten so manche maurerischen Ausdrücke und Beziehungen, besonders die Hervorhebung der Dreizahl, finden.“ 

Emil Knaake schreibt dazu in einer Rezension: „Nur darin irrt sie [d. i. Elsa von Klein], daß der Dichter die Zahlwörter auch ‚im Sinne der Zahlenmystik gebraucht, welche die Romantik aus dem 17. Jahrh. übernommen hat‘. Siemering hat bewiesen, daß die Dreizahl gerade auf den Freimaurerorden zurückführt, dem Sch. angehörte. Daß sie dies nicht weiß, gereicht ihr nicht zum Vorwurf. Ich selbst, der ich auch dem Orden nicht angehöre, habe nur durch eine besondere Güte des Verfassers den Teil der Nummer des ‚Bundesblattes‘ erhalten, das sich mit dem ‚Bruder‘ Max von Schenkendorf befaßt.“

Eine persönliche Bemerkung: Auch ich habe häufig „die besondere Güte“ verspüren dürfen und danke allen dafür! Hausbesuche bei solchen Gönnern und Bibliotheks- und Archivbesuche waren notwendig neben langwierigen und langdauernden Fernleihbestellungen, um an Literatur ‚zu kommen‘.  Und heute findet sich diese frei zugänglich unter verschiedenen URL.

 

 

Am 1812-04-07 war Max von Schenkendorf noch in seiner gewohnten Umgebung in Königsberg, „von früh bis spät beim pp Landhofmeister“ tätig, und sicherlich mit seinen Vorbereitungen für die Abreise nach Karlsruhe beschäftigt. Zu dieser Zeit, am 1812-05-17, gründete Georg Bärsch in Mitau die Feldloge „Friedrich zur Vaterlandsliebe“. Bei etwa 100 Mitgliedern war Meister vom Stuhl Ribbentrop, Erster Vorsteher von der Marck, Erster Sekretär Bärsch. „Das Logenzeichen der Feldloge wurde mittelst blauseidner Schleife an den Rock geknüpft, war aus blanker Bronze ohne jede Emaille-Verzierung gefertigt und bestand aus 2 gekreuzten Dolchen, die in einen Ring gespannt waren; es hatte beinahe die Grösse eines Zwei-Thaler-Stücks.“

Schenkendorf wird in allen Verzeichnissen der Feldloge „Friedrich zur Vaterlandsliebe“ nicht genannt; ebenso das in Mitau bei Johann Friedrich Steffenhagen, (1744-812) und Johann Martin Peters-Steffenhagen (1766-1838) erschienene Gesangbuch dieser Feldloge; es enthielt angeheftet „das gedruckte Verzeichniss der Brüder, die beim Zusammentritt zur Loge gehörten.“

 

Hier beginnt die Unsicherheit der Logenzugehörigkeit, zu deren Ausmerzung auch Franz Siemering wenig beitragen konnte. Mit Albrecht Erlenmeyer kann man Max von Schenkendorf aber als „Mitgründer der Loge“ bezeichnen, denn als diese von einer wandernden zur stehenden Loge umgewandelt wurde, wählte man Max von Schenkendorf in dieser Gründungsitzung zum Steward. Jedoch musste ihn das „Verzeichnis der Mitglieder der unter dem Schutze der grossen Mutterloge zu den drey Weltkugeln in Berlin arbeitenden St. Johannis - Loge Friederich zur Vaterlandsliebe, im O... zu Coblenz, für das M... J..... 5818-5819. Coblenz, gedruckt bey W. Herion, 1818“ bereits als verstorben bezeichnen. (Rubrik „V. Es giengen heim“.)

So findet sich in den Freimaurer-Lexika und -Handbüchern (z. B. Carl Lenning; Eugen Lennhoff und Oskar Posner) der Vermerk: „er findet sich eingetragen am 10. August 1817 als erster Steward in der Loge Friedrich zur Vaterlandsliebe in Koblenz.“; zumeist verbunden mit dem vorsichtig formulierten Hinweis: „Er soll vorher der Loge Karl zur Treue in Karlsruhe angehört haben.“

 

Damit dürfte entschieden sein: Max von Schenkendorf war nicht Mitglied der Feldloge, jedoch Mitbegründer der stehenden Loge Friedrich zur Vaterlandsliebe in Koblenz.

 

Zu klären ist aber noch die Mitgliedschaft in einer Feldloge. – Bereits am 1813-06-20  trug sich Max von Schenkendorf in Ferdinand von Schrötters Stammbuch in Gnadenfrei ein. Vom 1813-06-24 bis zum 1813-08-11 ist sein Aufenthalt in diesem Ort, in dem er am 1813-06-24 sein zweites Stammbuch beginnt.

Am 1813-06-24 trafen sich in Gnadenfrei in einem vorbereiteten Zimmer des dortigen Gemein­dehauses 33 Männer um eine Loge zu gründen. Sie wußten: „Wir sind nicht alle Brüder eines Systems, wollen aber alle einen und eben denselben Zweck“, und wir sind „sämtlich um den Hocherleuchteten Bruder, den Staatskanzler von Hardenberg, beschäftig“, den sie zugleich zum Ehrenmitglied der Loge ernannten.

Theodor Gottlieb von Hippel (1775-1843), der Meister vom Stuhl, eröffnete die Sitzung und sagt in seiner Ansprache, Max von Schenkendorfs Meinung sicherlich treffend:

„Die Streiter unter uns mögen sich als Streiter Gottes ansehen, um die deutsche Grenze des deutschen Vaterlandes von den Ketten des fremden Zwingherrn zu erlösen: jenen Streitern Gottes im Mittelalter gleich, die, einst das Kreuz nehmend, auszogen, um die Geburts= und Leidensstätte des Weltheilandes den echten Glaubensgenossen wieder zu geben. […] Die Loge ruft Ihnen zu, wie jene Heldenmutter: ‚nur mit dem Schilde kehrt ihr wieder, oder auf dem Schilde.‘“

Joseph Johann Baptist Andreas von Zerboni di Sposetti (1766-1831) hielt die Eröffnungsrede. – An bzw. zu diesem Tag entstand das bekannte Lied von Karl Gottlob Samuel Heun, das Adolf Philipsborn vertonte: Der König rief, und alle, alle kamen! – Eckart Kehr (1902-1933) formulierte dies um in „Der König schlief, doch alle, alle kamen“ bzw. „Alle, alle riefen, bis der König kam“.

Eines der Symbole dieser Feldloge, ein verziertes Kreuz, hat sich in einem Druck aus dem Jahr 1815 erhalten

Nach der Schließung der Loge im Palast Elysée Bourbon zu Paris am 14. März 1814, zu der wiederum Hippel sprach, erinnerte man sich wehmütig:

„Wenn der Jammer des Elends, das uns auf dem Blutzuge von dem Orient unserer ersten Loge zu Oberpeilau in Schlesien bis zu dem der letzten in der Kaiserstadt des geschlagenen Feindes begleitet, uns mit Kummer füllte, und das Herz zerrissen hatte; so fanden wir Aufheiterung und Balsam im Troste des brüderlichen Freundes.“

 

In Koblenz war Max von Schenkendorf wie in Königsberg von Freimaurern umgeben: Ingersleben, Bardeleben, Deinhard, Bärsch, O’Etzel, Karl Knackfuß, Johannes Schulze – um nur einige zu nennen. – Die Loge übernimmt 1909 die Grabpflege.

 

Dies läßt sich auch für Karlsruhe sagen, nicht jedoch das, was Hans Walter Panthel schreibt: „Als er [d. i. Jung-Stilling] Karlsruhe verließ, empfahl er den Freimaurern Max von Schenkendorf als seinen Nachfolger.“

Die Karlsruher Loge Carl zur Treue führt Max von Schenkendorf in der „Mitgliederliste der vollk. und ger. Loge / „Carl zur Einigkeit“ / im Or. Carlsruhe / 1812 /.“ als Mitglied auf unter der laufenden Nummer: „73. v. Schenkendorf Max. Gottl. Ferd., Dichter, Reg. Rath in Coblenz, geb. 11.12.1783 in Tilsit.“

Damit amtete er unter der Leitung des Meisters vom Stuhl der Loge „Carl zur Einigkeit“ Carl Friedrich Freiherr von Schilling von Canstatt, der dieses Amt auch 1809/10 inne hatte.

Es ist anzunehmen, dass Jung-Stilling wie bei der Organisation der Eheschließung auch in diesem Fall sich dafür eingesetzt hat, dass Max von Schenkendorf Zugang zur dortigen Loge erhielt.

Trotz aller hier gemachten Informationen bleiben immer noch Fragen offen. Möge die zukünftige Arbeit der Forschenden ihre Lösung bringen!

 

Einhundert Jahre später wird man den Einfluss der Freimaurer während der Befreiungskriege lobend hervorheben, wenn es heißt: „Gedenken wollen wir in Treuen der Helden, der Helfer und Rater in großer Zeit, gedenken der Stein, Scharnhorst, Hardenberg, Blücher, York und Gneisenau, Fichte, Schleiermacher und Körner, Schenkendorf und Rückert, nicht weil sie alle Freimaurer oder Freimaurersöhne waren, sondern weil sie es verstanden haben, den freimaurerischen Baugedanken mit der Aufgabe ihrer Zeit aufs innigste zu verschmelzen, weil sie Baumeister wurden einer besseren Zeit, die Väter eines freieren Geschlechtes.“

 

 

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