Josef Anton Henne (1798-1870) schrieb 1820 folgendes Gedicht auf dieses Kupfer:

 

 

   Das Bild Jung Stillings nach
   seinem Hinscheiden.
   Seiner Tochter, der verehrten Frau Kirchenräthinn [sic] Schwarz.
   Heidelberg, 13. des Winterm. 1820.
  
   Ich trat vor dich in meinem kühnen Streben,
   es wogte frei und stolz der rasche Mut;
   von Kampf und Zweifel war ich rings umgeben,
   und meine Brust hob wild die Jugendglut.
  
   Da hieng das Bild, wo aus dem schwülen Leben,
   enthoben, Stillings schöne Hülle ruht.
   Herabschaut seine Seele noch im Schweben
   auf diese Erde wildbewegte Flut.
  
   Da ward es still in mir, die Zweifel schwiegen.
   Siehst du den heilgen Greisen da nicht siegen?
   Was ist ihm jetzt der Blinden Lob und Spott?
  
   Blick’ auf! es ist die Zeit des Sturms hienieden.
   Da sieh verklärt des Himmels ew’gen Frieden!
   Einst wird er dir auch, denn es ist ein Gott. –

 

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