Spässel

Zu Johann Nepomuk Gruber ist zu beachten, dass es sich nicht handelt um den Münchener Prediger gleichen Namens

(auch a) Ex-Jesuit „Franz Xaver“ Johann Nepomuk Gruber und b) Johann Nepomuk Gruber, Historiker; Kustos an der kaiserlichen Münzsammlung in Wien, 1776-1811),

der u. a. verfasste:

„Trauerrede auf Weyland Seine Churfürstliche Durchleucht Maximilian Joseph, In Ober, und Niederbaiern, auch der Obern Pfalz Herzogs, Pfalzgrafen bey Rhein, des H. R. R. Erztruchseß und Churfürsten, Landgrafen zu Leuchtenberg &. &. Da den 27. Hornung 1778. in der churfürstl. Hofkirche St. Michaels zu München die letzten feyerlichen Exequien gehalten wurden. – Vorgetragen von Johann Nepom. Gruber, Weyland Seiner Churfürstl. Durchleucht in Baiern wirklichen geistlichen Rath, und Prediger in der Hofkirche zu St. Michael. – Mit Erlaubniß der Obern. == Augsburg, verlegts Joh. Georg Bullmann, Bücherverleger.“, 1778, 56 S.

„Dank, Trauer= und Bußrede, auf den letzten Tag dess 1777 Jahres, als einen Tag vorher Maximilian Joseph der dritte, [...] Mit dem größten Leidwesen seines Volkes in die Ewigkeit abgefodert [sic] wurde, vorgetragen von Johann Nepom. Grueber, [sic] de 31 [.] December 1777.“ Augsburg: Bullmann 1778, 24 S.

Hier handelt es sich – wie die LG S. 375 f.  zeigt – um den Johann Nepomuk Gruber, der zusammen mit Hermann Ludolf Ibbeken (genannt Thompson) Jung seit Ostern 1779 Probleme bereitete.

Einige Informationen erhalten wir durch

 

Benrath, Gustav Adolf: Jung-Stilling in Kaiserslautern 1778-1784. - In: Pfälzer Heimat [ISSN 0031-6679] Bd. 41, Speyer 1991, Nr. 1, S. 63-73 (M. 4 Abb.)

 

Oberstudiendirektor i. R. Eugen Reis hatte zu diesem Artikel und in einer Korrespondenz mit Wolfgang Rasch viele weitere, mir auch bekannte Angaben gemacht.

 

Dieser Gruber wurde geb. 1744, er ehel. 1. Philippina Moll (im Kindbett gest. 24.01.1774); ehel. 2.: Neustadt/Haardt 11.11.1776 Maria Apollonia Josepha Elisabetha Weckeser.

 

Grubers zweite Gattin veröffentlichte folgende Todesnachricht:

 

„Todes=Anzeige.

Am 26. Jän. endigte ein Schlag schnell das Leben des Doktor und Physikus, Johann Nepomuk Gruber in Mosbach am Neckar. Die Wittib mit 3 Söhnen machen diesen ihnen sehr schmerzlichen Fall, ihren Verwandten und Freunden bekannt. Von der Theilnahme überzeugt, bitten die Hinterlassenen um Verschonung von schriftlichen Beweisen, dagegen aber ihnen das Wohlwollen und die Freundschaft, welche der Verewigte genossen, zu schenken.“

 

Über das Eingreifen Grubers bei einer schweren Kopfoperation im Juli 1787 berichtet Leonard Zorn (?-1796)

 

 


 

 

Vgl.: Mosbach 1808 Januar 1 - Oberamtsarzt Dr. Johann Nepomuk Gruber an die Hochpreißliche Sanitäts - Kommission [in Karlsruhe]: Moralische Topographie in rücksicht der medicinischen Policey [Medizinischtopographische Beschreibung des Physikats Mosbach und Eberbach] GLA 166/140 . Physikatsbericht, Original, 60 Seiten [Auszug über die Landwirtschaft S. 21] nach diesem URL .

 

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